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Umwelt & Klima
Energie

Elia erhält eine EU-Kreditlinie über 1 Mia. € für die Prinzessin-Elisabeth-Energieinsel

Der belgische Hochspannungsnetzbetreiber Elia erhält eine neue Kreditlinie in Höhe von 1 Mia. € von der Europäischen Investitionsbank (EIB). Dies gaben der Netzbetreiber und das Finanzinstitut bekannt. Der Kredit dient der Finanzierung des Baus der Prinzessin-Elisabeth-Insel.

Andreas Kockartz Belga
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Die Prinzessin-Elisabeth-Insel ist die künstliche Energieinsel, die Elia in der Nordsee errichtet. Sie soll Strom von Offshore-Windkraftanlagen bündeln und an Land transportieren. Auch Strom von anderen Windparks in der Nordsee kann über diese künstliche Insel nach Belgien geleitet werden.

Laut EIB handelt es sich um die größte Kreditlinie, die jemals für ein einzelnes Energieprojekt vergeben wurde. Konkret finanziert der neue Kredit das Hochspannungsumspannwerk auf der Insel, die Transformatoren und die Wechselstromverbindungen zum Festland.

Es ist nicht der erste Kredit der EIB. Zuvor wurde bereits eine Kreditlinie in Höhe von 650 Mio. € gewährt. Elia schätzt die Gesamtkosten der ersten Bauphase der Insel auf 3,6 Mia. €.

Die erste Phase umfasst unter anderem den Bau selbst und den Anschluss an die ersten beiden Windparks im neuen Windturbinengebiet. Zur Erinnerung: Weitere Bauarbeiten, darunter die Installation der Gleichstrominfrastruktur für den Anschluss eines dritten Windparks und eines neuen Hochspannungskabels nach Großbritannien, wurden aufgrund gestiegener Kosten verschoben.

Die Bauarbeiten verlaufen planmäßig

Der Bau der Prinzessin-Elisabeth-Insel verläuft planmäßig, so Frederic Dunon, CEO von Elia Transmission Belgium. Die Senkkästen, die riesigen Betonbausteine, die der Insel ihre Form geben, sind bereits platziert. Bis Ende Oktober soll die Insel mit Sand befüllt sein.

Dunon ging auch auf die Kosten der Insel ein: „Das Darlehen der EIB ist sicherlich eine gute Nachricht für die Verbraucher. Die günstigen Konditionen des Darlehens tragen dazu bei, die Kosten und damit die Belastung für die Familien und Unternehmen (die Stromkunden und -verbraucher (Red.)), die letztendlich den Bau der Insel finanzieren, zu reduzieren.“

Dies ändere jedoch nichts daran, dass die Diskussion über die Kosten laut Dunon „logisch“ sei, da die Haushalte „auf ihr Geld achten müssen“. Laut Dunon würde ein Investitionsstopp jedoch zu einer stärkeren Belastung des Stromnetzes, zu geringerem Wirtschaftswachstum und zu einer größeren Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen führen. Belgiens Klimaminister Jean-Luc Crucke (Les Engagés, frankophone Zentrumspartei) stimmte dem zu: „Die Prinzessin-Elisabeth-Insel ist absolut notwendig. Sie ist ein unverzichtbares Bindeglied für unsere Energiezukunft.“

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