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Hohes Venn: Die Wallonie will 20 Mio. € für die Wiederaufforstung freimachen

Die wallonische Regionalregierung will 20 Mio.€ für die Wiederaufforstung des Hohen Venns nach dem verheerenden Brand bereitstellen. Das geht aus dem aktuellen Haushaltsentwurf hervor, der vor einigen Tagen vorgestellt wurde. Das Feuer, das am 14. August ausbrach, hat 2.629 Hektar Vennlandschaft verbrannt. Inzwischen wird auch deutlich, dass die freiwilligen Helfer unter den Landwirten teilweise vergütet werden.

Andreas Kockartz
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Zusammen mit den Folgeschäden für Bäume und Pflanzen auf den abgebrannten Flächen, wo Windfälle und Käfer drohen, sind 3.400 Hektar betroffen, die der deutschsprachige Belgische Rundfunk (BRF) aus Ostbelgien meldet.

Die Summe, die die Wallonie freimacht, soll auf vier Jahre verteilt werden. 18 Mio. € sollen in die Renaturierung und den Schutz vor weiteren Waldbränden fließen, also 4,5 Mio. € pro Jahr. Die übrigen 2 Mio. € sollen dem durch den Brand stark betroffenen Tourismus in der Region zugutekommen.

Die wallonische Regierung wartet allerdings noch auf den ersten Zustandsbericht zur den Schäden, die durch den Brand entstanden sind. Wie hoch die tatsächlichen Kosten für die Wiederherstellung liegen, ist also noch nicht beziffert. Erste Arbeiten können laut der Regierung aber beginnen, ohne diesen Bericht abzuwarten.

Bedingte Erleichterung

Die regionalen Forstämter sehen, dass die Schäden an der Natur nicht so umfangreich sind, wie anfangs befürchtet. Allerdings sind die Heideflächen auf hunderten Hektar Gelände zerstört.

Das befürchtete Szenario, dass der Brand die Torfkörper im aktiven Hochmoor erfasst, ist jedoch nicht eingetreten, schreibt der BRF. Renaturierte Flächen haben zudem dem Feuer widerstehen können und sind fast unversehrt.

Arbeitsgruppen der wallonischen Region werden in den kommenden Wochen und Monaten die Lage analysieren und entscheiden, was konkret zu tun ist. Das ist eine komplexe Aufgabe, bei der die Experten gefordert sind.

Entschädigungen für helfende Landwirte

Im Kampf gegen den Vennbrand wurden Feuerwehren und andere Hilfskräfte auch von zahlreichen Landwirten aus der Region unterstützt. Die Provinz Lüttich teilte unlängst mit, dass auch die deutschen Landwirte für ihren Einsatz eine finanzielle Anerkennung erhalten, wie die Aachener Zeitung meldete.

Die Landwirte halfen mit ihrem Maschinen u.a. dabei, Brandschneisen zu ziehen und sie lieferten mit ihren Traktoren und Tankanhängern Löschwasser für die Feuerwehren.

Im Raum steht eine symbolische Zahlung von 750 € pro landwirtschaftlichem Unternehmen. Um dieses Geld zu erhalten, sollen die Betroffenen einen entsprechenden Antrag bei der Provinz Lüttich einreichen. 

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