Das Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft (PDG) steht geschlossen hinter der möglichen Ansiedlung des Einstein-Teleskops in der Euregio Maas-Rhein. In einer Resolution fordern die Abgeordneten die DG-Regierung auf, entsprechende Lobbyarbeit zu betreiben. Auch die Französische Gemeinschaft Belgiens (FWB) verabschiedet eine Entschließung zur Unterstützung des Einstein-Teleskop-Projekts.
Die Deutschsprachige Gemeinschaft in Ostbelgien und die Französische Gemeinschaft unterstützen die Euregio-Bewerbung für Einstein-Teleskop
Nach dem Willen der PDG-Abgeordneten sollen neben den Hochschulen und Universitäten in der Euregio auch die Menschen und die Unternehmen in Ostbelgien einen Nutzen vom Einstein-Teleskop (und dessen jahrelange Bauarbeiten) haben. Die PDG-Resolution nennt auch die möglichen Einschränkungen durch das Einstein-Teleskop, etwa was die Nutzung der Windkraft oder eine Wiederaufnahme des Bergbaus angeht.
Anfang der Woche wurde auch eine Resolution zur Unterstützung des Einstein-Teleskop-Projekts in der Euregio Maas-Rhein vom Parlament der Föderation Wallonie-Brüssel (FWB) einstimmig verabschiedet.
Stragische Bedeutung
Dieses Projekt, das bereits durch das belgische Bundesparlament sowie des wallonischen und des flämischen Regionalparlaments unterstützt wird, „stellt eine bedeutende strategische Chance für die Französische Gemeinschaft dar, die an der Schnittstelle von wissenschaftlichen Herausforderungen, Hochschulbildung, Grundlagenforschung, angewandter Forschung und Kooperation steht“, heißt es in der Resolution.
Sollte die Wahl auf die Euregio Maas-Rhein fallen, könnten rund 80 % der Infrastruktur für das Einstein-Teleskop, einen Gravitationswellendetektor der dritten Generation, unterirdisch in Wallonien, insbesondere in den Gebieten um die Gemeinden Plombières (Bleiberg), Aubel und Welkenraedt, errichtet werden. Die EMR konkurriert als Standort des Einstein-Teleskops mit der italienischen Insel Sardinien und der Lausitz in Sachsen. Eine Entscheidung wird im Jahr 2027 erwartet.



