In Westflandern begannen an diesem Montag die Vorbereitungsarbeiten für Ventilus, eine 82 Kilometer lange Hochspannungsleitung, die Ökostrom vom Meer an Land transportieren soll und dies teilweise oberirdisch. Seit Jahren protestieren Anwohner und Gewerbetreibende entlang der Trasse sowie die lokalen Behörden gegen Ventilus. Sie befürchten negative gesundheitliche Folgen durch die magnetische Strahlung der Hochspannungsleitung.
Westflandern: Start für den Bau der Hochspannungslinie Ventilus
Diese Hochspannungsverbindung soll Strom von Offshore-Windparks in der Nordsee über eine 82 Kilometer lange Strecke zwischen Zeebrugge und Avelgem ins Landesinnere bringen.
Teilweise wird die Trasse oberirdisch gebaut, denn die Verlegung in die Erde würde die Baukosten exponentiell in die Höhe Treiben und die Bauarbeiten deutlich verlängern. Zwischen Brügge und Kortrijk soll sie entlang der Autobahn E403 laufen.
Seit Jahren gibt es in Westflandern massive Proteste gegen den Bau von Ventilus, unter anderem wegen der befürchteten optischen Beeinträchtigung durch die Strom- und Hochspannungsmasten bzw. die Starkstromkabel und potenzieller Gesundheitsrisiken durch die Strahlung.
Im April erteilte Umweltminister Jo Brouns (CD&V, flämische Christdemokraten) die Umweltgenehmigung, gegen die jedoch mehrere Einsprüche eingelegt wurden.


