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Hat das wallonische Forstamt den Brand im Hohen Venn selbst verursacht? Recherchen der RTBF lassen dies vermuten

Der verheerende Brand im Hohen Venn in Ostbelgien, der seit dem 14. August über 3.300 Hektar des Naturschutzgebiets zerstörte, könnte von der wallonischen Forst- und Naturschutzbehörde DNF selbst verursacht worden sein. Recherchen unserer frankophonen Kollegen der RTBF bringen diesen Verdacht näher. Auslöser könnte demnach tatsächlich eine landwirtschaftliche Maschine gewesen sein. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Journalisten der RTBF haben nicht nur die genaue Stelle ausmachen können, wo der Brand im Hohen Venn entstanden ist, sondern auch, dass an diesem Ort am 14. August Mäh- und Rodungsarbeiten des wallonischen Fortsamtes durchgeführt wurden.

Auf die Spur brachte die Reporter der RTBF-Magazinsendung „Investigations“ Bilder, die mit einem Handy von einem Fallschirmspringer aufgenommen wurde. Dieser hatte genau an diesem Tag beim Absprung einer Rauchsäule im Venn entdeckt.

Daraufhin untersuchten die Journalisten Sattelitenbilder dieser Stelle und entdeckten, dass dort tatsächlich am 14. August, kurz vor dem Ausbruch des verheerenden Brandes, gemäht wurde. Dies ist an sich nichts besonders, denn der Naturschutz erfordert auch im Venn manchmal Rodungen und Mäharbeiten.

Es fanden Mäharbeiten statt

Dies sagte auch Nicolas Yernaux, der Sprecher wallonischen Regionalbehörden gegenüber der RTBF und er bestätigte zudem, dass auch an diesem besagten Tag dort von der Forstverwaltung DNF gemäht wurde. Mehr wollte Yernaux angesichts der laufenden Ermittlungen zur Brandursache von der Lütticher Staatsanwaltschaft nichts sagen. Die DNF beauftragt nicht selten Privatunternehmer für solche Aufgaben. 

Ein Agrarunternehmer zeigte den Journalisten in der Reportage eine Maschine, die auch von der wallonischen Forstbehörde genutzt wurde. Und er erklärte, dass bei entsprechenden Mäh- und Rodungsarbeiten die Messer solcher Maschinen nicht nur Holz oder Gras treffen, sondern auch mal Steine und das kann natürlich auch Funken auslösen…

Der Unternehmer deutete aus diesem Grunde an, dass man solche Maschinen angesichts der in diesen Tagen extremen Trockenheit dort nicht hätte einsetzen dürfen. Wie der Vennbrand letztendlich tatsächlich ausgelöst wurde und ob es sich dabei tatsächlich um Fahrlässigkeit gleich welcher Art handelt, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.  

So hatte ein Fallschirmspringer den Ursprung des Vennbrandes gesehen und gefilmt. Zu erkennen ist auch die gemähte Fläche

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