Neue DNA-Untersuchungen zur Killerbande von Brabant verliefen ergebnislos. Dies berichten die Tageszeitungen Nieuwsblad und Le Soir in ihren Freitagsausgaben. Die belgische und die französische Justiz untersuchten, ob zwei französische Brüder in die Bande und deren brutale Taten in den 1980er Jahren verwickelt gewesen sein könnten, fand aber bisher keine Beweise dafür.
Rechtshilfe in Frankreich bringt keine neuen Spuren zur Killerbande von Brabant
Wer waren diese beiden Brüder? Es handelt sich dabei um die Brüder Xavier und Thierry Sliman, zwei Schwerverbrecher aus Nordfrankreich, die zur gleichen Zeit wie die Brabanter Bande Raubüberfälle mit brutaler Gewalt verübten.
Ein ehemaliger französischer Polizist ist überzeugt, dass die beiden Brüder Teil der Bande waren. Die belgische Bundesstaatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen gegen die Bande vor zwei Jahren ein, doch die Opfer der Killerbanse forderten die Untersuchung dieser Spur.
Deshalb wurden vor einigen Monaten die Leichen eines der beiden Brüder und seiner Eltern exhumiert. Deren DNA wurde mit DNA-Spuren aus den Ermittlungen in Belgien verglichen, doch es wurde keine Übereinstimmung festgestellt, so die Bundesstaatsanwaltschaft. Somit kann auch diese Spur nicht weiter verfolgt werden.
Hintergrund
Die Killerbande von Brabant wird für eine Serie von Überfällen, Einbrüchen und Morden verantwortlich gemacht, bei denen 28 Menschen ums Leben kamen. Ihre ersten Taten verübte sie in den Jahren 1982 und 1983, die blutigsten Anschläge jedoch folgten Ende 1985, bei Überfällen auf Supermärkte in Overijse (Flämisch-Brabant), Eigenbrakel (Wallonisch-Brabant) und Aalst (Ostflandern). Die Suche nach den Tätern hält Belgien seit mehr als 40 Jahren in Atem.



