Viele Touristen, die eine Flusskreuzfahrt auf dem Rhein gebucht hatten, sehen derzeit eher die Skyline von Antwerpen als den Kölner Dom. Aufgrund der Dürre ist der Wasserstand des Rheins auf einem historischen Tiefstand, was die Reedereien zwingt, ihre Routen anzupassen. Für Antwerpen bedeutet dies eine erhöhte Nachfrage nach Liegeplätzen für Flusskreuzfahrtschiffe. Die städtischen Hafenbehörden haben diese Woche 75 zusätzliche Anfragen erhalten. Die gute Nachricht: Es sind noch Liegeplätze für alle verfügbar.
Niedrigwasser im Rhein: Immer mehr Fluss-Kreuzfahrtschiffe steuern den Antwerpener Hafen an
Die Reedereien für Flusskreuzfahrten sind gezwungen, ihre Fahrpläne anzupassen, da der Wasserstand des Rheins zu niedrig ist und da dort die Schifffahrt nur noch sehr eingeschränkt verlaufen kann. Antwerpen, am Ufer der Schelde gelegen, ist ebenfalls ein etabliertes Kreuzfahrtziel und wird oft als Alternative in den europäischen Reiseplänen für diese Art des Tourismus in Betracht gezogen.
Während Flusskreuzfahrten ihre Liegeplätze normalerweise ein bis zwei Jahre im Voraus buchen, erhält der Stadthafen von Antwerpen seit Mitte Juli täglich neue Anfragen für kurzfristige Ankünfte. „Wir haben bereits 75 Anfragen erhalten und täglich kommen neue hinzu“, sagte Evelien Claes vom Presseamt der Stadt Antwerpen: „Die meisten Anfragen betreffen neue Schiffe. Einige Reedereien müssen ihren Aufenthalt in Antwerpen verlängern.“
Glücklicherweise sind noch Liegeplätze verfügbar: „Trotz der erhöhten Nachfrage können wir jedem Schiff einen geeigneten Liegeplatz anbieten. Das zeigt, dass wir nicht nur ein attraktives Kreuzfahrtziel sind, sondern auch flexibel auf solche unerwarteten Situationen reagieren können. Wir sind eine gute Alternative, sollte die Rheinschifffahrt plötzlich schwierig werden.“
Im Juli und August laufen normalerweise rund 150 Flusskreuzfahrtschiffe Antwerpen an.


