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Die Maas in Namür, die wallonische Regionalhauptstadt

Niedrige Pegelstände von Flüssen und Kanälen sorgen für Trinkwasser- und Schifffahrtsprobleme

Der niedrige Pegelstand der Maas sorgt in einigen Landesteilen in Belgien für Probleme bei der Trinkwasserversorgung, besonders in Flandern. Die Tatsache, dass Flüsse und Kanäle durch die anhaltende Trockenheit zu wenig Wasser führen, sorgt auch für wirtschaftliche Probleme, denn die Binnenschifffahrt ist akut davon betroffen und damit auch die Seehäfen, z.B. der in Antwerpen.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Der niedrige Wasserstand der Maas hat Folgen für die Trinkwasserversorgung auch im belgischen Bundesland Flandern. Dies meldet die Flämische Umweltgesellschaft (VMM) in ihren aktuellen Trinkwasserbericht.

In einigen Regionen Flanderns schlagen die Wasserversorgungsgesellschaften schon Alarm. Das betrifft sogar Gegenden in Westflandern und an der Nordseeküste, denn dort werden die Wirtschaft und die Privathaushalte mit Wasser aus der Maas versorgt.

Noch ist die Lieferung von Trinkwasser in den betroffenen Gebieten nicht akut betroffen und es gelten auch noch keine Verbrauchseinschränkungen, doch die VMM und die regionalen Versorgungsgesellschaften rufen die Bevölkerung dazu auf, sparsam mit Trinkwasser zu sein.

Die Behörden beobachten die Lage genau, zumal von neuen Hitzewellen und längeren Perioden ohne nennenswerte Niederschläge ausgegangen werden muss. Das heißt also, man soll sorgsam mit dem Wasserverbrauch umgehen.

Niedrige Pegelstände setzen die Binnenschifffahrt und die Häfen unter Druck

Der Wasserstand der belgischen Flüsse und Kanäle (z.B. Maas, Schelde oder Albertkanal) sorgt für Probleme bei der Binnenschifffahrt. Dies stellt auch der Transportökonom Thierry Vanelslander von der Universität Antwerpen (UAntwerpen) fest. Dies hat wirtschaftliche Folgen für den Sektor, für die Industrie aber auch für die Seehäfen von Antwerpen und auch von Rotterdam.

Doch Vanelslander führt die Probleme nicht nur auf die niedrigen Pegelstände in Belgien (und in den Niederlanden) zurück, sondern auch auf den Rhein. Dort sind die Wasserstände derzeit sehr niedrig und die Binnenschiffe dürfen kaum Tiefgang haben, transportieren also weniger Waren und Güter.

Der Fusionshafen Antwerpen-Brügge und der Hafen von Rotterdam sind davon betroffen, denn die Großindustrie, die von Rohstofflieferungen abhängig ist, braucht Nachschub und die Umschlagszahlen sinken. Schon jetzt bemerkt Transportökonom Vanelslander, dass viele Unternehmen wieder auf Lastwagen setzen und auf die Binnenschiffe zumindest vorläufig verzichten. 

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