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Die Brabantstraat in Schaarbeek am Tage

Schaarbeek und Sint-Joost verlängern die nächtliche Sperrstunde im Brabant-Viertel bis Ende September

Die Brüsseler Gemeinden Schaarbeek und Sint-Joost-ten-Node haben gemeinsam beschlossen, die nächtliche Sperrstunde im Brabant-Viertel um weitere drei Monate zu verlängern. Dies berichtet die frankophone Tageszeitung La Dernière Heure und wurde von Sint-Joosts Bürgermeister Emir Kir (LB, lokale Liste) gegenüber der regionalen Nachrichtenplattform BRUZZ bestätigt.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Seit dem 1. April müssen alle Geschäfte, Gastronomiebetriebe und Bordelle im Brabant-Viertel, das sich über das Gebiet beider Gemeinden erstreckt, zwischen 1 und 6 Uhr schließen. Die Maßnahme wurde zur Bekämpfung von Ruhestörungen, Kriminalität und anderem eingeführt und sollte ursprünglich bis zum 30. Juni gelten.

Jetzt wird die Maßnahme mit einigen Anpassungen verlängert. So ist beispielsweise die Koningsstraat in Sint-Joost von der Sperrstunde ausgenommen, bestätigt Bürgermeister Kir. In Schaarbeek gelten an Wochenenden weniger strenge Sperrstunden. Freitag- und Samstagnacht gilt eine verlängerte Sperrstunde bis 3 Uhr - auch in den Nächten nach einem Feiertag. Diese Regelung gilt jedoch nicht in Sint-Joost.

Voller Erfolg?

Laut Bgm. Kir ist die nächtliche Sperrstunde ein voller Erfolg: „Auch die Anwohner bestätigen das und wünschen sich eine Verlängerung. Es ist ruhiger und sicherer auf den Straßen und es gibt weniger Lärm in der Nacht. Im Gebiet von Sint-Joost mussten wir bisher nur einmal auf einen Fall reagieren, in dem ein Betrieb die Sperrstunde nicht eingehalten hat.“

Kir hatte sich schon lange für eine Verlängerung der nächtlichen Sperrstunde eingesetzt, doch lange war unklar, ob Schaarbeek dem zustimmen würde. Mitte Juni erhielt die Gemeinde von verschiedenen Händlern und Cafébesitzern eine formelle Mahnung gegen die Regelung. Jetzt hat sich Schaarbeek doch für die Verlängerung entschieden. Die Maßnahme muss aber noch vom Gemeinderat genehmigt werden.

Hintergrund

Rund um den Bahnhof werden viele Drogen, wie Crack und Heroin, gehandelt und konsumiert. Einige Betriebe und Geschäfte sollen auch als Geldwäschezentren für den Drogenhandel dienen.

Die Maßnahme betrifft ein großes Gebiet, das in Schaarbeek unter anderem die Aarschotstraat, Brabantstraat, Liedtsplein, Paleizenstraat und den Koninginneplein rund um die Königliche Marienkirche umfasst. In Sint-Joost betrifft sie das Gebiet zwischen Koningsstraat, Kruidtuinlaan, Rogierplein (mit Ausnahme des Platzes selbst) und Brabantstraat - kurzum, das Gebiet südlich und östlich des Nordbahnhofs.

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