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Der israelische Dirigent Lahav Shani tritt im Brüsseler Bozar auf: Erneute Forderung eines Kulturboykotts gegen Israel

Das Brüsseler Kulturzentrum Bozar hat in der kommenden Saison den israelischen Dirigenten Lahav Shani und die Münchener Philharmoniker für Konzerte programmiert. Prompt riefen die flämischen Grünen (Groen) zum weiteren Kulturboykott gegen Israel wegen des Krieges in Gaza und um Libanon aufgerufen. Shani sollte im vergangenen vom Flandernfestival in Gent ausgeladen, was für eine enorme Polemik auch auf internationaler Ebene sorgte.

Andreas Kockartz
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Shani, Dirigent der Münchener Philharmoniker, leitet auch die israelische Philharmonie, und dies ist nach Ansicht der flämischen Grünen der Beweis dafür, dass er sehr wohl als Vertreter seines Landes auftrete. Dadurch sei er nämlich eng mit der israelischen Regierung verbunden und auch mit der dortigen Armee.

Die Ausladung beim Festival von Flandern in Gent letztes Jahr wurde genau mit dieser Tatsache begründet. Seinerzeit warf man ihm vor, sich nicht deutlich genug vom Krieg in Gaza und von der israelischen Politik zu distanzieren. Damals sorgte diese Ausladung für eine deutliche Polarisierung. In diese Kontroverse hatten sich auch die belgische, die flämische, die deutsche und die bayrische Regierung eingeschaltet.

Cristophe Slagmylder, der Direktor des Bozar, sagte gegenüber der flämischen Tageszeitung De Standaard, dass die Verhandlungen mit Shani und den Münchener Philharmonikern bereits seit Anfang des vergangenen Jahres geführt wurden, also bereits vor der Polemik von Gent. Damals seien die Gespräche unterbrochen, aber jetzt wieder aufgenommen worden. Beim Bozar sieht man keinen Grund, Lahav Shani nicht ins Programm aufzunehmen.   

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