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Metro 3: Rohbau der neuen Metrostation Toots Thielemans fertiggestellt – Der Wiederaufbau der Stalingradlaan steht bevor

Die Umgestaltung der Stalingradlaan im Herzen Brüssels in der Nähe des Südpalastes und des Bahnhofs Brüssel Süd/Midi, kann im kommenden Herbst beginnen. Möglich ist dies, da der Rohbau der zukünftigen Metro 3-U-Bahn-Station Toots Thielemans unter der Stalingradlaan fertiggestellt ist. Das gab das regionale Brüsseler Verkehrsunternehmen MIVB/STIB am Mittwoch bei einem Pressebesuch der Station bekannt.

Andreas Kockartz Belga
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Bislang ist nur der Rohbau fertiggestellt: Fliesen, Bodenbeläge, Wandverkleidungen, Rolltreppen und Fahrkartenautomaten fehlen noch. Auch der weitere Ausbau der zukünftigen Station, benannt nach dem weltberühmten Brüsseler Jazzmusiker und Mundharmonika-Spieler Toots Thielemans, steht noch aus.

Effizienz?

Laut MIVB wird diese Station, die ursprünglich als neue Metrostation für die Linie 3 geplant war - deren Bau vorerst ausgesetzt ist, den Service im Tram- und PremetroTunnel zwischen dem Süd/Midi und der Börse effizienter gestalten. Dadurch, so ein MIVB-Sprecher, könne die Taktfrequenz der Straßenbahnlinien 4 und 10 erhöht werden, da die beiden miteinander verbundenen Stationen Toots Thielemans und Lemonnier viergleisig ausgebaut werden. 

Projektleiter Carlos Van Hove hat gute Neuigkeiten für die Stalingradlaan: Auf beiden Straßenseiten werden Fußgängerpromenaden entstehen. Die Stadt Brüssel hat bereits die Genehmigung für die Sanierung erhalten. Ziel sei, so die MIVB, „den Anwohnern ihr Viertel so schnell wie möglich zurückzugeben“, die seit 2019 eine Großbaustelle mitten in ihrem Wohngebiet ertragen müssen.

Südpalast

Zum Schluss bot die regionale ÖPNV-Gesellschaft Journalisten auch eine Führung durch den nahegelegenen Südpalast an. Das Gebäude muss bei Beibehaltung der historischen Fassaden abgerissen werden, um die Arbeiten am Tunnel zur neuen Premetro-Station fortsetzen zu können. Anwohner und kommunale Vereinigungen lehnen diese Pläne jedoch ab und fordern den Wiederaufbau des leerstehenden Gebäudes.

Laut STIB/MIVB ist eine Rückkehr der Nutzer des Südpalastes (Vereine, Einzelhandelsunternehmen, Schulen) jedoch ausgeschlossen. Das Gebäude befindet sich in einem schlechten Zustand und ist u.a. nach Renovierungsarbeiten in den 1970er-Jahren in Teilen asbestverseucht. In seiner jetzigen Form, so argumentiert das Verkehrsunternehmen, sei es nicht nutzbar. Nach dem Abriss im Innenteil und dem Bau des Tunnels darunter soll das Gebäude unter Erhalt seiner monumentalen Fassaden wiederaufgebaut werden.

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