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Wirtschaft

"Zu wenig Aufträge": Der Schienenfahrzeughersteller Alstom plant, 150 Festangestellte in Brügge zu entlassen

Alstom beschäftigt an seinem Standort in Brügge aktuell 585 Mitarbeiter: 487 Festangestellte und 98 Zeitarbeitskräfte. Das Unternehmen plant jetzt, bis Mitte 2026 150 Festangestellte zu entlassen. Die französische Alstom-Gruppe möchte die Möglichkeit prüfen, die hier nicht mehr benötigten Mitarbeiter innerhalb der einzelnen Standorte umzuverteilen. Der Schienenfahrzeughersteller betreibt außerdem ein Werk in Charleroi in der Provinz Hennegau, das jedoch nicht betroffen ist. 

Andreas Kockartz
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„Die Pläne des Unternehmens für Brügge haben keine Auswirkungen auf die Beschäftigungszahlen oder die Aktivitäten am Standort Charleroi“, erklärte Alstom in einer Stellungnahme.

Die Gewerkschaften äußerten sich schon lange besorgt über die Zukunft des Standorts Brügge. Grund dafür war (und ist) der Verlust eines Großauftrags der belgischen Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB Anfang des Jahres. Alstom hatte geplant, diese Züge in Brügge zu bauen. Doch der spanische Konkurrent CAF bekam den Zuschlag für den Bau von neuen Reisezugwaggons. Seit dieser Entscheidung vor befürchteten die Gewerkschaften, dass Alstom aufgrund mangelnder Aufträge Stellen in Brügge abbauen würde. 

Dies ist jetzt auch faktisch Alstoms Begründung für diese Umstrukturierung: „Das Unternehmen muss sich den Marktgegebenheiten anpassen und seine Ressourcen entsprechend regulieren.“

Eine erste Reaktion kam von der Parlamentsabgeordneten Annick Lambrecht von den flämischen Sozialisten Vooruit aus Brügge: „Das ist ein schwerer Schlag für alle Alstom-Mitarbeiter in Brügge und ihre Familien. Ich fühle mit ihnen und hoffe, dass sie in den kommenden Wochen die nötige Unterstützung erhalten. Es ist unglaublich bitter, da alles hätte anders laufen können. Es ist äußerst enttäuschend, dass die NMBS sich für das spanische Unternehmen CAF und gegen Alstom Brügge entschieden hat, ein Hightech-Unternehmen mit Expertise, auf die es stolz sein kann. Diese Ausschreibung hätte unserer Region jahrelange Arbeitsplatzsicherheit bieten können.“

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