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Inland
Justiz

Nicht bestrafte Vergewaltigung in Löwen: Der Fall löst enormen Wirbel aus

Am Donnerstagabend haben in den Studentenvierteln von Löwen und Gent hunderte Studierende gegen das Urteil gegen einen Studenten protestiert, der eine Kommilitonin vergewaltigt hatte, aber dafür juristisch nicht bestraft wurde. Inzwischen reagierte auch Flanderns Justizministerin Zuhal Demir (N-VA). Sie fordert Kampagnen gegen grenzüberschreitendes Verhalten von den Landesbehörden. 

Andreas Kockartz
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Demonstrationen

In Gent und Löwen protestierten hunderte Studierende gegen die Aussetzung der Strafe für einen Medizinstudenten, der eine Studentin vergewaltigt hatte. Eine der Begründungen für diesen Vorgang des Gerichts von Löwen war, dass der heute 24-Jährige „jung und begabt“ sei… 

Bei den Protesten gegen dieses „Urteil“ hielten die Studierenden Protestplakate hoch auf denen zu lesen stand: „Was ist mit ihrer Begabung?“ Damit stellten sie sich ausdrücklich hinter das Opfer. 

Acid

Inzwischen goss der bekannte flämische YouTuber Acid Öl ins Feuer, in dem er den Namen des nicht verurteilten Studenten im Internet veröffentlichte. Acis hatte dies auch schon im Fall Sanda Dia getan, als er Namen von Mitgliedern einer Studentenvereinigung veröffentlichte, die vor Gericht standen, nach dem ein Anwärter auf Mitgliedschaft bei seiner „Taufe“ ums Leben gekommen war.

Dabei wurden allerdings auch Namen von Personen veröffentlicht, die nichts mit diesem Vorfall zu tun hatten. Acid kam deswegen vor Gericht. Auch jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft wieder gegen Acid. 

Sensibilisierung 

Landesjustizministerin Zuhal Demir (N-VA) ist der Ansicht, dass ihre Regierung und die flämischen Behörden mehr für die Sensibilisierung der Öffentlichkeit in Sachen grenzüberschreitendes Verhalten unternehmen muss. Am Donnerstagabend forderte sie gegenüber VRT NWS die Behörden dazu auf, eine neue Sensibilisierungskampagne auf den Weg zu bringen. 

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