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Das Gerichtsgebäude von Löwen
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Nicht bestrafte Vergewaltigung: Staatsanwaltschaft Löwen geht gegen das Urteil in Berufung

Im Fall des Urteils gegen einen Medizinstudenten, der der Vergewaltigung einer Studentin überführt, aber nicht bestraft wurde, geht die Staatsanwaltschaft Löwen (Flämisch-Brabant) in Berufung. Der Fall sorgt für Schlagzeilen und für Unruhe in den sozialen Netzwerken. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Ein Gericht in der Universitätsstadt Löwen hatte einen Medizinstudenten der Vergewaltigung einer jungen Frau im Jahr 2023 schuldig gesprochen. Doch die Richter setzten eine Bestrafung aus, zumindest so lange, wie er keine weiteren Straftaten begeht. Im Urteil war davon die Rede, dass der heute 24-Jährige „noch jung und begabt“ sei…

Faktisch wird der Student also nicht für diese Vergewaltigung bestraft, was seit der Urteilsverkündung die Gemüter in der öffentlichen Wahrnehmung berührt und was in den sozialen Medien für Unmut sorgt. 

Der Student hatte beim nächtlichen Ausgehen eine betrunkene Studentin getroffen und diese mit nach Hause genommen. Die junge Frau erinnerte sich am Tag danach an nichts mehr, stellte aber fest, dass es zum Geschlechtsverkehr gekommen war. Sie zeigte den jungen Mann danach wegen Vergewaltigung an und diese gilt als erwiesen. Die Frau habe im Zustand der Trunkenheit keine Zustimmung geben können, so das Gericht. 

Die Staatsanwaltschaft von Löwen geht jetzt in Berufung gegen das Urteil und ruft alle Beteiligten dazu auf, sich zurückzuhalten und Rücksicht auf das Privatleben der Betroffenen zu nehmen und dieses zu respektieren. Offenbar kursieren die Namen der Beteiligten bereits im Internet. 

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