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Umwelt & Klima
Energie

Die Energieinsel vor der belgischen Nordseeküste stört die Offshore-Windparks

Elia täte gut daran, den weiteren Ausbau seiner Energieinsel in der Nordsee zu stoppen. Das sagt Febeliec, der Dachverband der energieintensiven Unternehmen in Belgien. Die Energieinsel soll Strom von den neuen Offshore-Windparks an der westlichen Küste an Land bringen, aber es gibt ein nicht zu unterschätzendes Problem.

Andreas Kockartz
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An der belgischen Ostküste gibt es bereits einen Offshore-Windpark, der schon in Betrieb ist und der mit Wechselstrom arbeitet. Der neue Park an der Westküste würde ebenfalls mit Wechselstrom arbeiten, diese Aufträge wurden bereits vergeben und Febeliec ist damit einverstanden. Darüber hinaus wird es aber auch einen Abschnitt mit Gleichstrom geben, um auch ein Kabel nach Großbritannien zu legen und da hat Febeliec große Einwände. 

Erstens sind die Kosten für die Gleichstrominfrastruktur gigantisch. Allein dieser Abschnitt koste 4 Mia. €, so Febeliec, was den Strom für Unternehmen, die viel Energie verbrauchen, ungeheuer verteuere.

Und dieses Unterfangen wäre teurer als der Bau der Energieinsel an sich. Die aktuellen Baukosten für die Insel werden auf rund 7 Mia. € geschätzt. 

Gleichstrom vs. Wechselstrom

Zweitens droht das Gleichstromkabel überlastet zu werden: Neben dem Strom aus Großbritannien sollte auch der Strom aus dem dritten der neuen Nordsee- Windparks in das Kabel eingespeist werden, aber diese Kapazität ist zu gering.

Dieser eine Offshore-Windpark müsste dadurch regelmäßig abgeschaltet werden, sagt Febeliec, „und dafür baut man diese teure Insel doch nicht“.

„Wir fordern, dass der Gleichstromteil der Energieinsel gestoppt wird. Die geplanten Parks mit Wechselstrom sollten weiter gebaut werden und die Möglichkeit, weitere über Wechselstrom anzuschließen, sollte geprüft werden, um dem dritten Windpark eine Chance zu geben“, so Andreas Tirez, Energieexperte von Febeliec.

Letztendlich würde das Ganze zur Lieferung von „einem Viertel bis zur Hälfte weniger Strom“ führen. 

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