Kreise aus der Energiebranche in Belgien fordern, den Bau der Offshore-Energieinsel vor der belgischen Nordseeküste solange auszusetzen, bis mehr Klarheit über die entstehenden Kosten besteht. Die Kosten für das Bauwerk sollen von ursprünglich 2,2 Mia. € auf inzwischen 7 Mia. € gestiegen sein.
Baustopp gefordert: Wird die Energieinsel vor der belgischen Küste zu teuer?
Die Energieinsel ist ein Projekt des Betreibers des belgischen Hochspannungsnetzes, Elia, das auch von der scheidenden Energieministerin der belgischen Bundesregierung, Tinne Van der Straeten (Groen) verteidigt wird. Ursprünglich war das Vorhaben auf 2,2 Mia. € veranschlagt. Dann wurden Baukosten auf 3,6 Mia. € erhöht und mittlerweile ist von 7 Mia. € die Rede.
Diese Summe ist unter anderem in einem Dokument der föderalen Energieregulierungsbehörde CREG zu lesen. Laut Planer und Bauherr Elia ist diese Kostenentwicklung auf die stark gestiegenen Preise für Baumaterial und höhere Kredite sowie auf den Mangel an bestimmten Bauteilen auf dem Weltmarkt zurückzuführen.
Diese Kosten werden wohl auf die Kunden, sowohl die privaten Haushalte, als auch die Unternehmen, quasi die Großverbraucher abgewälzt. Der Verband der energieintensiven Unternehmen in Belgien fordert aufgrund der Zahlen der CREG, das gesamte Projekt auszusetzen, bis die realistischen Kosten bekannt sind.
Noch-Energieministerin Van der Staeten gab zu verstehen, dass die die Kostenentwicklung prüfen lassen wird. Doch, dass man dafür einen Baustopp verhängen soll, hält die flämische Grüne für übertrieben.
