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Soll hier nochmal produziert werden?
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Wirtschaft

Audi in Brüssel: Vorübergehende Aufnahme der Produktion nächste Woche? Wie steht es um die Abfindungen?

Audi will die Produktion bis zur endgültigen Schließung des Werks am 28. Februar vorübergehend wieder aufnehmen. Das wird frühestens nächste Woche der Fall sein, wie die Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ meldet. In der Zwischenzeit bleibt die Belegschaft größtenteils zu Hause, wird aber weiter bezahlt. Audi wird ihnen wohl bald per Post einen Vorschlag für ein individuelles Abfindungspaket zugeschickt. Ihre Kollegen bei den Zulieferfabriken sind arbeitslos. Bei Imperial Logistics spitzen sich die Sozialverhandlungen zu. 

Andreas Kockartz
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Aktualisiertupdate:

Bei Audi im Brüsseler Stadtteil Vorst herrscht seit Monaten nahezu Stillstand. Zunächst führte die Nachricht vom Niedergang des Werks zu einem internen Streik. Später folgte ein langer Streik bei einem Zulieferer. Inzwischen sind diese Streiks beendet. Jetzt stellt sich die Frage, ob das Werk - zumindest vorläufig - wieder in Betrieb genommen wird.

Bei den Gewerkschaften heißt es dazu, dass man stets die gleiche Antwort auf dringende Fragen bekomme: „Zu Hause bleiben und abwarten.“ Sonst passiere nichts, auch nicht der für diese Woche geplante Neustart der Produktion. 

Audi-Sprecher Peter D'hoore sagte gegenüber BRUZZ, man wolle bis zum 28. Februar weiterarbeiten: „Wir wollen das Werk komplett neu starten, beginnend mit der Montage und danach auch die anderen Abteilungen. Wir planen einen schrittweisen Start in verschiedenen Phasen. Wir werden die Mitarbeiter darüber informieren, wer genau daran beteiligt sein wird. Die Fabrik wird frühestens in der nächsten Woche wieder Autos produzieren.“

Individuelle Abfindungen? 

Nachdem die erste Phase der Verhandlungen über den kollektiven Sozialplan im Rahmen des Renault-Gesetzes ins Stocken geraten war, kündigte die Unternehmensleitung ihre Absicht an, jedem Arbeitnehmer einen individuellen Vorschlag zu unterbreiten.

Im Laufe dieses Monats werden die Beschäftigten ein Schreiben mit einem Vorschlag zur Abfindung erhalten. „Darin enthalten sind die gesetzlichen Abfindungen sowie eine Audi-Prämie“, so Audi-Sprecher D'hoore. Ob die Mitarbeiter damit zufrieden sein werden, bleibt abzuwarten. 

Neben der individuellen Regelung bleibt auch die Möglichkeit einer kollektiven Regelung bestehen. Die Tür bleibe für weitere Gespräche mit den Gewerkschaften offen, betonte D'hoore: „Der letzte Vorschlag von Audi bleibt in Kraft.“ Diesen hatten die Arbeitnehmervertreter allerdings abgelehnt… 

Festgefahrene Sozialverhandlungen bei Audi-Zulieferer Imperial Logistics

Aus Gewerkschaftskreisen vernahm BUZZ, dass die Sozialverhandlungen beim Audi-Zulieferer Imperial Logistics derart festgefahren sind, dass Streiks oder andere Aktionen nicht mehr ausgeschlossen sind. Laut Gewerkschaften sind die Entschädigungen bzw. die Entlassungsprämien, die den dort Beschäftigten angeboten werden, „lächerlich niedrig.“ Sie liegen zwischen 962 und 3.500 € brutto, das etwa 200 € bis 300 € brutto pro Jahr Betriebszugehörigkeit entspreche. 

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