Audi in Brüssel erwägt die Wiederaufnahme der Produktion. Es wäre das erste Mal seit Anfang November, dass in dem Brüsseler Werk wieder Autos vom Band laufen. Audi Brusses hat seit Monaten praktisch stillgestanden. Zunächst führte die Nachricht vom Ende des Automobilwerks zu einem internen Streik, gefolgt von Streiks bei Zulieferern wie Rhenus, Imperial Logistics und SNOP Automotive.
Audi Brussels erwägt die Wiederaufnahme der Produktion nach dem Ende von Streiks bei Zulieferbetrieben
Der Streik bei den Zulieferern ist jedoch inzwischen beendet. Deshalb will das Unternehmen nun prüfen, ob in der Fabrik in der Brüsseler Gemeinde Vorst wieder Autos gebaut werden können. Die Wiederaufnahme der Produktion wird nur vorübergehend sein. Am 28. Februar wird Audi Brussels seine Tore für immer schließen.
„Wir haben immer gesagt, dass wir die Produktion wieder aufnehmen werden, wenn wir alle notwendigen Teile haben. Anfang nächster Woche werden wir prüfen, ob dies der Fall ist und wir werden intern entscheiden, was der beste Zeitpunkt und die beste Art und Weise wäre, die Produktion wieder aufzunehmen“, erklärte Audi Brussels-Sprecher Peter D'hoore.
Überkapazitäten
Der deutsche Automobilhersteller hat mit Überkapazitäten zu kämpfen und das Brüsseler Werk - der ehemalige Volkswagen-Standort in der belgischen Hauptstadt - zahlt den Preis für höhere Produktionskosten im Vergleich zu anderen Audi-Standorten.
Experten hatten zuvor unter anderem auf die Lohnkosten in unserem Land sowie auf die schwierige Lage des Werks zwischen einem Wohngebiet und der Bahnlinie in Brüssel-Vorst hingewiesen. Die Gespräche zwischen der Audi-Geschäftsführung und den Gewerkschaften waren im Dezember ins Stocken geraten. Sie scheiterten an einer Einigung über einen Sozialplan für die 3.000 Beschäftigten des Werks, die Ende Februar ihren Arbeitsplatz verlieren werden.
