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Die belgische Bahn und ihre Ziele für 2025 - Mehr Züge aber nicht so viele, wie eigentlich geplant

Der Verwaltungsrat der belgischen Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB hat die Ziele für die Bahn für 2025 festgelegt. Das beinhaltet mehr Züge, doch es werden weniger neue Züge fahren, als im ursprünglich sehr ambitionierten Zukunftsplan vorgesehen. Gewerkschaften, Fahrgastverbände und Politiker sind zurückhaltend positiv gestimmt. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die belgische Bahn will im kommenden Jahr angebotsmäßig um 2 % wachsen und das bringt rund 220 zusätzliche Reisezüge. Damit wird deutlich, dass die vor 2 Jahren von Bahn und Regierung auf den Weg gebrachte umfassende Erweiterung des Angebots eher in kleinen Schritten erfolgt. Ob so das Ziel, bis 2032 die Zahl der Fahrgäste um 30 % zu steigern, erreicht wird, sei dahingestellt. Bis 2026 soll das Zugangebot um 5 % wachsen, statt um 7 %. 

Offiziell hält die Bahn an diesem Ziel weiter fest, doch sie führt auch Gründe an, warum dieses Vorhaben anders verlaufen wird, als noch vor 2 Jahren geplant. Zum einen reichen Ausbau und Modernisierung des Gleisnetzes derzeit noch nicht aus, um wesentlich mehr Züge fahren zu lassen (auch die Güterzüge brauchen ihre Slots auf dem belgischen Schienennetz) und zum anderen wirft auch der akute Personalmangel der NMBS weiter Stöcke in die Speichen.

Personalprobleme nicht aus den Augen verlieren

Die Eisenbahnergewerkschaften begrüßen den Umstand, dass die Bahnverantwortlichen wieder zum Realismus zurückgekehrt sind und sie hoffen, dass es der NMBS gelingen wird, so das bestehende Angebot aufrecht zu erhalten. In einer ersten Phase kommen die Züge zurück in den Fahrplan, die während der Coronakrise gestrichen wurden.

Verkehrsfachleute gehen davon aus, dass sich die Bahn und ihr Angebot mittelfristig erholen und stabilisieren wird. Doch es wird dazu geraten, bei jeder Erweiterung und Finanzierung die Personalfrage nicht außer Acht zu lassen, denn der Personalmangel und die eher zurückhaltend verlaufende Anwerbung und Ausbildung von neuen Mitarbeitern zeigen deutlich eine Schwachstelle auf. 

Trotz deutlicher Einschränkungen durch Sparmaßnahmen werden einige Angebote wieder eingeführt und auch befristete Verbindungen werden in den Fahrplan eingepflegt.

  • Der sogenannte „Dampoort-Express“ von Sint-Niklaas (Ostflandern) über Gent-Dampoort nach Brüssel fährt wieder im ursprünglichen Fahrplan;

  • Die vorläufige und befristet angelegte IC-Verbindung Brüssel-Mons (Hennegau)-Paris wird ab Dezember 2024 eine definitive Verbindung;

  • Es kommt eine zweit IC-Verbindung zwischen Brüssel und Amsterdam, die allerdings umstritten ist, denn sie hat enorme negative Folgen für andere Züge im Fahrplan;

  • In der Provinz wird die wichtige Pendler-S-Bahn-Verbindung von Puurs über Antwerpen-Zentral nach Essen in Zukunft halbstündlich angeboten. 

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