Die für den 16. März geplante Kundgebung der Mitarbeiter von Audi Brussels wird um weitere Industriesektoren erweitert. Dies teilt die sozialistische Gewerkschaft ABVV mit. Hier ist man der Ansicht, dass die Probleme bei Audi nur die Spitze eines Eisbergs seien und dass in Europa im Allgemeinen und in Belgien im Besonderen ein massiver Stellenabbau drohe.
Protestdemo rund um Audi in Brüssel wird auf andere Industriesektoren ausgeweitet
Aus diesem Grunde ruft die ABVV auch die Beschäftigten aus den Sektoren Metall, Chemie und Textil sowie die anderen Gewerkschaften dazu auf, sich am 16. September den Kollegen von Audi anzuschließen und in Brüssel mit demonstrieren zu kommen.
Ein Sprecher von ABVV Metall sagte dazu, dass der Protestzug am 16. September ab 10 Uhr 30 am Brüsseler Nordbahnhof starte und dass er von den Mitarbeitern von Audi und des in Konkurs gegangenen Busherstellers Van Hool angeführt werde.
Anfang Juli wurde bekannt, dass bei Audi im früheren VW-Werk in der Brüsseler Gemeinde nach und nach alle rund 3.000 Mitarbeiter entlassen werden.
Der Standort soll aufgrund von mangelnder Nachfrage für dort produzierte SUV vom Typ Q8 e-tron, wegen der hohen Kosten und wegen logistischer Probleme auf absehbare Zeit hin aufgegeben werden.
Der Bushersteller Van Hool aus Flandern ist Anfang des Jahres wegen Konkurs aufgelöst worden.
Teile davon wurden von anderen Unternehmen aus der Branche übernommen und zahlreiche Facharbeiter fanden recht schnell wieder einen neuen Arbeitsplatz.


