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Noch schlafen die Roboter im Brüsseler Audiwerk
Inland
Wirtschaft

Bei Audi Brussels soll ab Mittwoch wieder die Produktion anlaufen

Die Direktion des Audi-Werks in Brüssel hat den Gewerkschaften mitgeteilt, dass sie ab Mittwoch nach und nach wieder die Bänder anlaufen lassen möchte. „Abwarten, ob das gelingt“, verlautete dazu aus Gewerkschaftskreisen. Interessant ist allerdings, dass Audi Brussels bis zum Jahresende in der Fabrik in Vorst mit 2 Schichten arbeiten wird. Ursprünglich war geplant, nur mit einer Schicht zu produzieren.

Andreas Kockartz Belga
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Die Brüsseler Autofabrik von Audi in der Gemeinde Vorst ist schon seit einigen Wochen dicht. Das liegt zum einen an den Betriebsferien im Sommer, zum anderen aber auch an der mangelnden Nachfrage nach dem dort produzierten SUV vom Typ Q8 e-tron. Doch ab Mitte der kommenden Woche soll die Produktion wieder aufgenommen werden. 

Nach und nach sollen ab Mittwoch die einzelnen Abteilungen auf das Wiederanlaufen der Produktion vorbereitet werden, um ab Freitag wieder Autos von Band laufenlassen zu können. Die Gewerkschaften wollen daran nicht so richtig glauben. Angesichts der drohenden Aufgabe des Standorts ist die Stimmung eher schlecht: „Abwarten, ob das gelingt. Einige Leute wollen an die Arbeit gehen, doch andere halten nichts davon.“

Die Pläne von Audi Brussels, ab dem 4. September wieder in 2 Schichten zu arbeiten, stoßen bei den Beschäftigten ebenfalls auf Skepsis. Was das für das Vorhaben bedeutet, bereits im Oktober 1.500 Stellen zu streichen, ist unklar: „In 2 Schichten mit 1.500 Mann weniger zu arbeiten geht nicht.“ Wie lange Audi in 2 Schichten produzieren will, wurde nicht mitgeteilt. 

Umstrukturierung

Anfang Juli kündigte der deutsche Autobauer aus Ingolstadt eine umfassende Umstrukturierung für den belgischen Standort im ehemaligen Volkswagenwerk in Brüssel an. Hier soll die Produktion des Q8 e-tron auslaufen und eventuell nach Mexiko verlegt werden. Audi leidet unter Überkapazitäten und Brüssel „zahlt die Zeche“ für die im Vergleich mit anderen Standorten der Volkswagengruppe zu hohen Produktionskosten.

Die Umstrukturierung beinhaltet, dass möglicherweise schon im Oktober 1.500 Kündigungen erfolgen und im nächsten Jahr sollen über 1.100 weitere Jobs wegfallen. Ende 2025 soll dann ganz Schluss sein. Bei Audi heißt es aber, dass man nach Alternativen für den Standort suche. Das Ende von Audi in Brüssel wird auch schwerwiegende Folgen für mehrere Zulieferfirmen in Belgien haben. 

Brüsseler Auslaufmodell Q8 e-tron

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