Die Brüsseler Hauptstadt-Region hat sich zu Beginn des Sommers dafür entschieden, Plänen zur Umgestaltung des Maximilianparks in der Nähe des Nordbahnhofs grünes Licht zu erteilen. Dazu gehören eine vollständige Umgestaltung des Geländes inklusive der Offenlegung des Flüsschens Zenne und der Kinderbauernhof wird neugestaltet.
Vor mehr als 150 Jahren hatte man damit begonnen, die Zenne unter die Erde zu bringen, was bis auf wenige Bereich auch „gelungen“ ist. Eine mögliche Offenlegung der Zenne wird in Brüssel schon seit Anfang der 2000er Jahre diskutiert. Jetzt hat die regionale Städtebauverwaltung urban.brussels den Weg dahin geöffnet. Die Zenne soll auf einer Länge von rund 650 Metern in Richtung Kleiner Ring und Upsite-Turm ans Tageslicht befördert werden. Dabei kann die Breite des Brüsseler Flüsschens unterschiedlich ausfallen.
Die Umsetzung der Pläne liegen in Händen von verschieden Initiativen und Planungsgremien (OLM, Evolta, Hbaat, Ouest und Dedale).
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Die Pläne sehen eine Breite zwischen 4 und 16 Metern vor. Die Parkanlagen am Ufer der Zenne werden dabei völlig umgestaltet. Es kommen neue Promenaden und Radwege. Ein Teil der Zenne bleibt aber auch im Maximilianpark bewusst unter der Erde. Damit soll der Wasserpegel im Gesamten geregelt werden und das Risiko von Überschwemmungen soll so minimiert werden.
Kinderbauernhof
Im Rahmen der Pläne zur Neugestaltung des Maximilianparks wird der bereits bestehende Kinderbauernhof in nördlicher Richtung in die Nähe des Kleinen Rings verlegt und in direkter Nähe zum Parkt wird entlang des Willebroek-Kais eine zweispurige Fahrradstraße entstehen.
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Der erneuerte Maximilianpark wird im Zuge der Neugestaltung nicht nur zu einer grünen Oase im nördlichen Brüssel. Er schließt sich auch an andere öffentliche Räume an, die in der nächsten Zeit eine Umgestaltung erfahren, wie z.B. der Sainctelette-Square, der ebenfalls begrünt werden soll. Über die Brücke am Reeder-Platz ist diese grüne Zone dann wiederum an den Park an Thurn & Taxis angebunden, der bis zum Stadtviertel Bockstael weiterläuft.
Sinn, Zweck und Kosten
Der Maximilianpark soll zu einem der Aushängeschilder der Modernisierung des Brüsseler Nordviertels werden und er soll dabei helfen, die Umgebung an heißen Tagen abzukühlen. Aus Richtung der scheidenden Brüsseler Regionalregierung ist zu vernehmen, dass hierbei rund 22.000 m² Beton- und Asphaltfläche enthärtet bzw. begrünt werden sollen.
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Nicht zuletzt soll der Reeder-Platz im Rahmen des Vorhabens verkehrssicherer gestaltet werden. Was das Ganze aber kosten soll, wird in den vorliegenden Plänen nicht angegeben. Nicht zu vergessen ist, dass die Brüsseler Hauptstadt-Region nicht erst seit gestern eine enorme Haushalts-Schieflage hat. Kommen hier Mittel aus dem sogenannten „Citroën-Vergote“-Erneuerungsvertrag des scheidenden Brüsseler Ministerpräsidenten Rudy Vervoort (PS) zum Tragen?
Dies ist ein vor Jahren unterzeichneter Vertrag zur Erneuerung des Vergote-Viertels und des Umbaus des früheren Brüsseler Citroën-Showrooms zu einem Kunstmuseum in der Nähe der hier beschriebenen Umgebung.
Negative Schlagzeilen…
Der Maximilianpark kam in der jüngsten Zeit zu eher trauriger Berühmtheit. Im Zuge der letzten Flüchtlingswellen entstand hier mehrmals eine Art Zeltstadt, in der sich zumeist illegal in Belgien eingewanderte Flüchtlinge niederließen oder auch Migranten, denen der belgische Staat kein Dach über dem Kopf bieten konnte. Diese Leute wurden überwiegend von ehrenamtlich geführten Hilfsverbänden unterstützt. Auch heute noch findet man dort kleine Zelte, in denen Illegale leben.


