Die Brüsseler Hauptstadt-Region hat eine urbanistische Genehmigung für die gründliche Renovierung der Proximus-Türme am Nordbahnhof ausgestellt. Dies bestätigte die regionale Staatssekretärin für Städtebau, Ans Persoons (Vooruit.brussels) gegenüber der Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ.
Grünes Licht für den Umbau der Brüsseler Proximus-Türme zu Wohneinheiten
Aktuell sind die Proximus-Türme, die mehrheitlich zum gleichnamigen belgischen Telekom-Anbieter gehören, zu 100 % aus Büroräumen zusammengestellt. Nach Umbau und Renovierung, sprich einer regelrechten Transformation, sollen in beiden Türmen Appartements, Gemeinschaftsräume, Sportinfrastruktur sowie halboffene Innenhöfe und Grünflächen entstehen.
Das Projekt passt in den Rahmen von BXNord, dem Vorhaben, aus dem bisherigen Verwaltungsviertel am Nordbahnhof in der Hauptstadt ein völlig neues, modernes und nachhaltiges Wohnviertel zu machen.
Zwei Türme
Der Umbau betrifft laut Plänen am deutlichsten wohl den südlichen der beiden Proximus-Türme. Dieser wird quasi vollständig zu einem Wohnturm umgestaltet. Insgesamt sollen hier 272 Appartements und/oder Wohneinheiten sowie 93 kleine Wohnungen für Studierende entstehen. Das Ganze soll sich über 43.000 m² erstrecken.
Der nördliche und mit 60.000 m² Bürofläche ausgestattet Turm beherbergt aktuell fast ausschließlich den Arbeitsplatz für das Proximus-Personal. Hier bleiben im Wesentlichen Büro- und Arbeitsräume, die allerdings zu Coworking-Raum und zu Großraumbüros umgestaltet werden.
Von den 60.000 m² Bürofläche werden allerdings rund 12.000 m² abgezweigt, in denen - wie im Nordturm - Gemeinschaftsräume und Sporteinrichtungen entstehen werden, sowie ein Auditorium, eine begrünte Dachterrasse, 5.600 m² Platz für Geschäfte und Gastronomie sowie 516 Parkplätze für Autos und 881 Stellplätze für Fahrräder in einer Tiefgarage entstehen.
Grünflächen
Laut Immobel, das Unternehmen, das das gesamte Projekt trägt, wird das gesamte Projekt weniger Bodenfläche einnehmen, wie das aktuell der Fall ist. Das Projekt sieht mindestens einen Hektar grüne Flächen und grünen Raum vor, sowohl innen, als auch auf Außenflächen.
Hier werden grüne Zonen mit Sitzbänken, Spielplätzen und Terrassen für die Gastronomie eingerichtet. Ziel dieses umfassenden Umbaus ist, mindestens 75 % der bestehenden Infrastruktur zu nutzen, um damit nicht zuletzt den ökologischen Fußabdruck des Gesamtprojekts einzugrenzen.

