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Neue Bürotürme im Brüsseler Nordviertel

BXNord: Das Nordviertel in Brüssel soll in 10 Jahren "the place to be" werden

Die Vereinigung „Up4 North“ hat sich zum Ziel gemacht, das Brüsseler Nordviertel aus der Schmuddelecke zu holen und daraus eine Umgebung zu machen, in der gewohnt, gearbeitet und gefeiert werden kann, kurz, eine Umgebung, in der man sich wohlfühlen soll. Dazu wurde das Projekt BXNord aus der Taufe gehoben. Unterstützt wird das Projekt von der Region Brüssel-Hauptstadt und von Brüssels regionaler Staatssekretärin für Städtebau, Ans Persoons von den niederländischsprachigen Sozialisten Vooruit.

Andreas Kockartz
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Alain Deneef, Executive Officer von „Up4 North“ sagte unlängst gegenüber der Gratiszeitung Metro (die aufgrund des Mangels an Werbekunden eingestellt wird), dass man sehen lassen wolle, dass das Nordviertel einer Transformierung unterzogen wird: „Das ist schon heute der Fall, doch in der Zukunft wird das noch mehr so sein. Innerhalb von 5 Jahren wird dieses Viertel nicht mehr wiederzuerkennen sein.“

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Das moderne Brüsseler Nordviertel heute (Sicht über den Botanischen Garten)

Sicher ist bisher, dass im Brüsseler Nordviertel - vor allem auf der Seite des Nordbahnhofs, auf dem sich die meisten modernen Buildings befinden, quasi im Herzen des Geschäftsviertels - in den nächsten 7 bis 8 Jahren bis zu 1.200 neue Wohnungen entstehen werden. 

Dies ist im Rahmen von gemischten Projekten zu sehen, z.B. im Umbau des Proximus-Büroturms zum Wohnturm, dem NOR-Projekt im CNN-Gebäude, das gerade abgerissen wird und dem ZIN-Projekts in den ebenfalls abzureißenden WTC 1- und 2-Gebäuden. Hier sollen insgesamt demnach bis zu 2.500 Menschen leben, denn die, die schon hier sind, sollen bleiben.

Das Nordviertel soll ein Anziehungspunkt werden, so Deneef: „Wir wollen das Viertel besser an die angrenzenden Viertel anschließen und jedem Einwohner von Brüssel einen Grund dafür bieten, hierherzukommen. Ziel ist ein angenehmes Viertel zu gestalten, wo man angenehm leben kann.“ Dafür sollen neben Wohnungen auch sportliche Einrichtungen, Geschäfte und Gastronomie, sowie Freizeitaktivitäten für die Familie sorgen.

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Der Bahnhofsvorplatz an der Simon Bolivaarlaan

Das Brüsseler Nordviertel ist mehr als nur der Nordbahnhof und das Geschäfts- und Büroviertel. Es umfasst ein riesiges Gebiet zwischen dem Kanal im Westen, dem Hafen und dem Tour & Taxis-Komplex und den Gleisen des Bahnhofs im Osten. Dazu gehören mehrere Brüsseler Gemeinden, wie Brüssel-Stadt am Rogier-Platz, Sint-Joost-ten-Noode mit dem Botanischen Garten und seinen schummerigen Sträßchen in Richtung Bahnhof, Schaarbeek mit u.a. dem Maximilianpark, der Rotlichtmeile Aarschotstraat und dem Einwandererviertel rund um die Brabantstraat.  

In Sachen Mobilität bzw. öffentlicher Nahverkehr ist dieses Viertel bestens angeschlossen. Hier ist zunächst die belgische Bahn mit dem Nordbahnhof vertreten und von dort aus verlaufen sternförmig Bus-, Metro- und Straßenbahnlinien der regionalen Brüsseler Verkehrsgesellschaft MIVB/STIB sowie der flämischen Verkehrsgesellschaft De Lijn. Hinzukommen ein Reisebusknoten für Gesellschaften, wie Eurolines oder FlixBus und nicht zuletzt der Kleine Ring, die innere Stadtumfahrung der Hauptstadt. Der Verkehrsknotenpunkt Nordviertel ist eines der wichtigsten Einfalltore der belgischen Hauptstadt.

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Schon jetzt zeigt sich moderne Architektur an den neuen Bürotürmen

„Up4 North“ will BXNord auch dadurch attraktiver gestalten, dass in dem Viertel auch die Grünflächen aufgewertet werden bzw. neue Grünflächen entstehen sollen. „Um gegen den Klimawandel vorzugehen, brauchen wir Grün in der Stadt, z.B. dichten Pflanzenwuchs“, so Executive Officer Alain Deneef. Das könnte laut Planung über eine Verbreiterung des Mittelstreifens an der Albert II.-Laan und der Simon Bolivaar-Laan laufen. Neben der Aufwertung des Maximilianparks ist aber auch die Rede davon, den alten Brüsseler Stadtfluss Zenne an dieser Stelle wieder ans Tageslicht zu holen.

Ob allerdings das eher unansehnliche Nordviertel zwischen Bahnhof und Koningslaan von all diesen Vorhaben profitieren kann oder wird, sei dahingestellt. 

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Schmuddelecken in alten Nordviertel im Schatten der modernen Buildings

Seit dem 17. Oktober informiert die Webseite www.bxnord.be über das Projekt, über Events und Aktivitäten rund um das Vorhaben und über die Menschen, die daran beteiligt sind. Die Internetseite informiert auch über den Fortgang des Projekts und nicht zuletzt über Neueröffnungen von Geschäften und Gastronomiebetrieben in diesem Viertel. 

Das Nordviertel bei Nacht - Sieht schon ganz gut aus...

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