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Das Atomkraftwerk von Doel
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Belgiens Energieministerin einigt sich mit Engie über die Laufzeitverlängerung von Atommeilern

Die Vereinbarung der belgische Bundesregierung mit dem Energieversorger Engie über die Laufzeitverlängerung von zwei Atomreaktoren ist unter Dach und Fach, verkündete die grüne Bundesministerin für Energie, Tinne Van der Straeten (Groen, flämische Grüne), am Sonntag in der VRT-Talkshow "De Zevende Dag" (dt.: Der Siebte Tag)). Es handelt sich um die Reaktoren Doel 4 (Foto) und Tihange 3. Die Energieministerin hofft, den Gesetzgebungsprozess zeitig bis zu den Wahlen im Juni 2024 abzuschließen.

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Im März 2022 beschloss die Bundesregierung, den Betrieb der Reaktoren Tihange 3 und Doel 4, der jüngsten Reaktoren des belgischen AKW-Parks, um zehn Jahre zu verlängern. Auf die Grundsatzentscheidung folgten langwierige Verhandlungen mit dem französischen Konzern Engie, dem Betreiber der belgischen Kernkraftwerke. Mehrmals wurden Zwischenvereinbarungen angekündigt.

Ende Juni einigten sich die beiden Verhandlungspartner auf die Modalitäten der Verlängerung: u.a. die Fristen (Wiederinbetriebnahme im Winter 2025-2026 nach der Abschaltung am 1. November 2025), die Finanzierung der Stilllegung und der Abfallentsorgung (für die ein Pauschalbetrag von 15 Milliarden Euro vorgesehen ist). Das 1.500 Seiten umfassende Abkommen wurde final abgestimmt und der Regierung vorgelegt.

"Eine Debatte über weitere 20 Jahre ist absurd"

Das Abkommen gilt als abgeschlossen, sobald die Europäische Kommission grünes Licht gegeben hat.

Die Aufnahme einer Verlängerung um zwanzig statt zehn Jahre über das Jahr 2025 hinaus - wie von mehreren Parteien gefordert - ist "absurd", meint die grüne Ministerin Tinne Van der Straeten (Foto). "Denn alle zehn Jahre muss neu bewertet werden, ob die Atomreaktoren mit verlängerter Laufzeit noch den Sicherheitsstandards entsprechen". Dies sei eine Debatte, die die nächste Bundesregierung führen müsse, erklärte die Energieministerin weiter.

Ministerin Tinne Van der Straeten

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