Im Rahmen der Ermittlungen zum Tod der Anwältin Claudia Van Der Stichelen (Foto), die am 28. Oktober vor ihrem Haus in Sint-Lievens-Houtem (Ostflandern) erschossen worden war, wurde am Donnerstag ein zweiter Verdächtiger festgenommen. Die Information wurde VRT NWS aus guter Quelle bestätigt. Der zweite Verdächtige ist ein Familienmitglied des Verdächtigen, der bereits am Mittwoch festgenommen worden war. Auch in seinem Haus in Erpe-Mere wurde eine Hausdurchsuchung durchgeführt.
Zweiter Verdächtiger bei den Ermittlungen zum Mord an der Anwältin Van Der Stichelen festgenommen
Die Staatsanwaltschaft hatte früher am Tag bestätigt, dass ein erster Verdächtiger am Mittwochabend festgenommen worden war. Es steht jedoch noch nicht mit Sicherheit fest, ob es sich dabei um den Täter handelt. Die Person wurde im Hinblick auf eine mögliche Vorführung vor einen Ermittlungsrichter in Oudenaarde vernommen.
Der Mann stand unter der Vormundschaft der getöteten Anwältin und war offenbar unzufrieden mit ihr. Er hatte auch sehr negative Kommentare über sie und ihre Arbeit in sozialen Netzwerken veröffentlicht. Ob es jedoch etwas gibt, das in direktem Zusammenhang mit den Taten steht, muss noch geklärt werden.
Am Donnerstag wurde auf Anordnung des Ermittlungsrichters in Oudenaarde auch eine Suchaktion nach der Tatwaffe durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft und die Polizei äußerten sich nicht zu den Ergebnissen dieser Aktion, aber die Tatwaffe wurde bislang nicht gefunden. Die Suchaktion wurde am Donnerstag gegen 17 Uhr abgebrochen. Sie wird am Freitag fortgesetzt (Foto).
Zur Erinnerung: Am 28. Oktober war ein Mann gegen 13.15 Uhr im Haus der Anwältin Claudia Van Der Stichelen aufgetaucht und hatte das Feuer auf die 50-Jährige und ihren Sohn eröffnet. Die Anwältin erlag ihren Verletzungen, ihr Sohn wurde schwer verletzt.
Zweiter Verdächtiger
Bei dem zweiten Verdächtigen, der am Donnerstag festgenommen wurde, soll es sich um den Schwager des am Mittwoch festgenommenen Mannes handeln. Er sollte am Ende des Tages vernommen werden und die Nacht in einer Zelle verbringen. Es ist noch nicht klar, ob es sich dabei um einen Durchbruch in dem Fall handelt.
Laut der Journalistin Fatma Taspinar (VRT) "gibt es Ähnlichkeiten, wenn man das Foto des zweiten Verdächtigen mit dem von der Justiz verbreiteten Phantombild (Foto) vergleicht. Es scheint auch, dass Van Der Stichelen ihren Mörder nicht gekannt hat, was beim zweiten Verdächtigen der Fall ist. Aber es ist noch zu früh, um zu wissen, ob wir auf der richtigen Spur sind".
Der erste Verdächtige wird erneut vernommen. Die Redaktion von VRT NWS hat jedoch erfahren, dass der Mann "weder physisch noch psychisch in der Lage wäre, einen Mord wie den an der Anwältin zu begehen". Sein Anwalt, Ercan Tok, wollte lediglich klarstellen, dass sein Mandant gut mit der Justiz zusammenarbeite.


