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Inland
Justiz

Festnahme und erneute Tatortabsuche im Fall der erschossenen Anwältin Claudia Van Der Stichelen

In den Fall der vor rund zwei Wochen vor ihrem Haus erschossenen Rechtsanwältin Claudia Van Der Stichelen ist Bewegung gekommen. Die Polizei nahm am Mittwochabend einen Mann fest und durchsuchte offenbar auch dessen Haus. Ob es sich bei dem Verhafteten allerdings um den Täter handelt, ist bisher nicht bekannt. 

Andreas Kockartz
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Bisher hieß es im Mordfall Claudia Van Der Stichelen, dass die Polizei im Dunkeln tappe, denn es gab absolut keine Hinweise oder Spuren, die auf den Täter oder dessen Tatmotiv hätten schließen können. 

Am 28. Oktober hatte ein Unbekannter am Wohnhaus der 58-jährigen Rechtsanwältin in Sint-Lievens-Houtem (Ostflandern, Foto oben), wo sich auch deren Anwaltspraxis befindet, auf Claudia Van Der Stichelen geschossen.

Er schoss mehrmals und die Anwältin starb an den Folgen ihrer Verletzungen. Sie konnte nicht mehr von einem Notarzt reanimiert werden. Ihr Sohn wurde ebenfalls durch einen Schuss in die Schulter schwer verletzt.

Der Täter floh unerkannt. Zunächst war noch nicht einmal klar, ob er sich gewaltsam Zugang zu dem Haus verschaffen konnte oder ob er einfach dort geschellt hatte. Auf jeden Fall handelte er überlegt und kaltblütig. 

65-Jähriger aus der gleichen Gemeinde

Jetzt aber nahm die Polizei einen 65 Jahre alten Mann aus der gleichen Gemeinde fest, in der die Anwältin wohnte. Nach aktuellsten Erkenntnissen soll es sich dabei um einen Mandanten der Rechtsanwältin handeln. Dieser hatte offenbar die Arbeit der Juristin in den sozialen Medien heftig kritisiert. Der Mann stand unter der Vormundschaft der Anwältin. 

Der Verdächtige wird bei der Staatsanwaltschaft Ostflandern derzeit verhört und erst danach wird beschlossen, ob er einem Haftrichter vorgeführt werden muss oder ob er nicht mehr als Verdächtiger angesehen werden muss.

Inzwischen werden die Akten der Anwältin von der Polizei analysiert, um Hinweise auf weitere mögliche Verdächtige zu finden, denn die Ermittler gehen auch davon aus, dass es sich bei dem Täter um eine Person handeln könnte, die mit dem Beruf des Opfers zu tun haben kann. Claudia Van der Stichelen arbeitete in erster Linie als Anwältin im Familienrecht.   

Erneute Suche nach Indizien

Inzwischen wird die Umgebung des Tatortes einmal mehr von der Polizei durchkämmt, um Hinweise auf den Täter bzw. dessen Tatwaffe zu finden (Foto unten). Hierbei wurde auch zum zweiten Mal eine nahegelegene Wassermühle und der entsprechende Bach untersucht. An der Suche ist auch die SOKO „Vermisste Personen“ der belgischen Bundespolizei beteiligt, denn diese hat sehr gute Erfahrung mit dem Absuchen von Tatorten und deren Umgebung.

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