In der Provinz Westflandern ist der provinziale Katastrophenplan eingesetzt worden, denn nach tagelangem Regen haben sich Überschwemmungen gebildet, die sowohl Ortschaften, als auch landwirtschaftliche Anwesen betreffen. Inzwischen sind die Feuerwehren und der Zivilschutz im Einsatz. Doch es wird noch mehr Regen in der Region erwartet, weshalb die Provinz jetzt die Koordination der Maßnahmen übernimmt.
Überschwemmungen nach anhaltendem Regen: Provinzialer Katastrophenplan in Westflandern eingesetzt
Vor allem die sogenannte Westhoek, das westflämische Dreieck zwischen Nordsee und französischer Grenze, und das Flussbecken der Ijzer sind von anhaltenden Niederschlägen betroffen.
Die Einsetzung des Katastrophenplans erfolgt nach Angaben von Provinzgouverneur Carl Decaluwé aufgrund der Vorhersage weiterer Niederschläge:
„Weil für den Norden Frankreichs viel Regen vorausgesagt wird, sind wir sehr wachsam. Die große Frage ist, wo es exakt regnen wird. Wir kennen einige kritische Punkte in Stavele und in Rosbrugge. Ich habe nachgefragt, wie viele Wasserpumpen wir haben können.“
Seit einigen Tagen haben die Gemeinden im westlichen Zipfel von Westflandern schon Probleme mit Überflutungen nach anhaltendem Regen.
Am Mittwoch gerieten einige Häuser in der Ortschaft Lo-Reninge isoliert, weil einige kleine Straßen und Wege unpassierbar waren. Der Zivilschutz setzte Boote ein (Video unten).
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Das Königliche Meteorologische Institut (KMI) in Ukkel bei Brüssel rechnet mit weiteren Niederschlägen in der betroffenen Region am Donnerstag und am Freitag. Erst am Samstag soll es dort wieder trockener werden.
Die Hilfeleistungszone der Feuerwehr Westhoek gab über BE-Alert eine Warnung für die Ortschaften Alveringem, Lo-Reninge, Poperinge und Vleteren aus. Feuerwehrsprecher Kristof Louagie sagte dazu: „Wir raten dazu, zu Hause zu bleiben und gefährdete Gebiete zu meiden. Die Leute sollen ihre Kelleröffnungen und Außentüren dichten und wichtige Gegenstände in die oberen Etagen zu bringen. Man sollte Gas, Strom und Wasser wenn nötig abschließen und Autos an höher gelegenen Gebieten abzustellen.“
In Notfällen sollen Betroffene die Notrufnummer 1722 für Fälle ohne Personenschaden anwählen oder über die Webseite 1722.be, damit die 112 für lebensbedrohliche Vorfälle freibleiben kann.



