Im vergangenen Monat sind die Grundwasserstände in Flandern stark angestiegen, wie die flämische Umweltgesellschaft VMM registrierte. An 94 % der Messpunkte sind die Pegel normal, hoch oder sehr hoch, so die VMM. Dies ist für diese Jahreszeit eher außergewöhnlich.
Die jüngsten Messungen der VMM, die am 5. November durchgeführt wurden, zeigen an 94 % der Messpunkte zufriedenstellende Pegelstände. Das ist eher ungewöhnlich, so Katrien Smet von der VMM gegenüber VRT NWS, denn es ist wohl mindestens 10 Jahre her, dass die Grundwasserreserven Anfang November so gut gefüllt sind.
Die Ursache muss man nicht weit suchen, denn in den vergangenen Monaten hat es auch hier reichlich geregnet, sowohl im Sommer, als auch in den letzten Wochen.
Laut der flämischen Umweltgesellschaft hat es am meisten in der Provinz Antwerpen geregnet und auch an den Poldern von Brügge. Diese Regionen waren die nassesten Gegenden, denn dort ging doppelt so viel Niederschlag herunter, wie normalerweise in einem Jahr.
Westflandern
In Westflandern fiel in den trockeneren Gegenden eine normale Regenmenge und im Osten der Provinz kam die Hälfte mehr Regen herunter, als gewöhnlich. Am trockensten waren die südlicher gelegenen Bereiche der Flüsse Dijle und Demer.
VMM-Sprecherin Smet sagte dazu, dass es vor allem in Westflandern noch regnen kann, was dort aber Teile der Landwirtschaft in Bedrängnis bringen könnte, z.B. die Kartoffelbauern. Ob das aber für den kommenden Sommer reicht, sei dahingestellt: „Das Blatt kann sich schnell wenden und vieles hängt auch stark von Wasserverbrauch ab.“
Das Königliche Meteorologische Institut (KMI) notierte an den Referenz-Messstellen in Ukkel bei Brüssel für Oktober 87,2 Millimeter Niederschlag, also 129 % des normalen Wertes, der bei 67,8 Millimeter liegt.
