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Aktionsplan der belgischen Regierung gegen Sicherheits- und Hygieneprobleme am Brüsseler Südbahnhof

Auf einer Pressekonferenz hat der belgische Premierminister Alexander De Croo am Donnerstag 22 Maßnahmen angekündigt, um die gravierenden Sicherheits- und Hygieneprobleme am Bahnhof Brussel-Zuid/Bruxelles-Midi anzupacken. Die auffälligste ist wohl die Einrichtung einer Polizeidienststelle im Bahnhof selbst. Der Plan wurde vom Nationalen Sicherheitsrat aufgestellt, in Zusammenarbeit mit der Föderalregierung, der Brüsseler Regierung, den Gemeinden Anderlecht und Sint Gillis sowie der belgischen Bahn.  

Martina Luxen Belga
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Der Plan für den Brennpunkt-Bahnhof, eines der wichtigsten Aushängeschilder der Hauptstadt-Region mit Bahnsteigen für internationale Hochgeschwindigkeitszüge, zielt darauf ab, kurz- und mittelfristig die Infrastruktur des Bahnhofs und seiner Umgebung zu verbessern und Lösungen für das Problem der Drogenabhängigen und Obdachlosen zu finden. Neben der Einrichtung einer Polizeidienststelle im Bahnhofsgebäude wird auch der Konsum von Alkohol wird verboten sein.

Am 18. August richtete die geschäftsführende Direktorin der belgischen Eisenbahn, Sophie Dutordoir, ein Schreiben an die föderalen, regionalen und kommunalen Behörden wegen der “dramatischen Situation am Südbahnhof", insbesondere in den Bereichen Sicherheit und Sauberkeit.

In den letzten Wochen häuften sich auch die Beschwerden über Kriminalität, zunehmenden Drogenkonsum und die Konzentration von Obdachlosen im Bahnhof. Um zu verhindern, dass sich die verschiedenen Behörden gegenseitig die Verantwortung zuschieben, hat Premierminister De Croo das Dossier zu seiner Aufgabe gemacht. Die Koordinierung der Maßnahmen wurde dem nationalen Krisenzentrum übertragen. 

Seit dem 28. August haben zwei große Säuberungsaktionen (Foto unten) stattgefunden, die die Polizei, die Rettungsdienste und Reinigungsdienste zusammen im und um den Bahnhof durchgeführt haben.

Anlaufstellen für Drogensüchtige und Minderjährige

Um die Situation jedoch langfristig zu verbessern, haben alle Behörden und Akteure am Donnerstag einen 22-Punkte-Aktionsplan ausgearbeitet und angenommen.    Neben der Einrichtung einer Polizeidienststelle im Bahnhof oder in unmittelbarer Nähe und des Verbots von Alkoholkonsum werden auch mehr Polizeistreifen und regelmäßige Reinigungen des Bahnhofs, der Schilder und Graffiti eingeplant. Ein praktischeres Kamerasystem, Beleuchtung in dunklen Ecken und Toiletten für Obdachlose sind weitere werden Maßnahmen.

Für Drogensüchtige und unbegleitete Minderjährige werden ebenfalls Ansprechpartner vor Ort arbeiten, die von Rettungsteams unterstützt, die sich mit Sucht-, Gesundheits- und Wohnproblemen befassen.    Darüber hinaus wird der öffentliche Raum aufgewertet. So wird ein neuer Hauptsitz der belgischen Bahn und des Schienennetzbetreibers Infrabel in den alten Gebäuden des Sortierzentrums Brüssel X errichtet. Diese Gebäude stehen seit Jahrzehnten leer. 

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