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Inland
Justiz

Ehemaliger Lebensgefährte der Mutter des kleinen ermordeten Raul wird an Belgien überstellt

Der 34-jährige Mann, der in den Niederlanden im Rahmen der Ermittlungen zum Tod des neunjährigen Raul festgenommen wurde, wird nach Belgien überstellt. Die Leiche des Jungen war in einer Sporttasche im alten Hafen von Gent (Ostflandern) gefunden wurde. Dies entschied die Amsterdamer Justiz am Freitag. Sein niederländischer Anwalt Wiekash Ramnun bestätigte die Information. Der Mann mit rumänischer Staatsangehörigkeit ist der ehemalige Lebensgefährte der Mutter des Kindes.

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Rauls Leiche war am Donnerstag, den 13. April, im Hafenviertel von Gent aus dem Wasser gefischt worden. In einer Sporttasche verpackt war die Leiche vermutlich Ende Januar ins Wasser geworfen worden. Das Verschwinden des Kindes war unbemerkt gebleiben, bis Verwandte der Familie die Behörden benachrichtigten.

Die 34-jährige Mutter des Kindes wurde festgenommen. Sie wird unter anderem der fahrlässigen Tötung und der Verschleppung einer Leiche verdächtigt. Ihr ehemaliger Lebensgefährte, ein 34-jähriger Rumäne, erschien am Freitagmorgen vor der Ratskammer in Amsterdam, nachdem er am 14. April in Bakel in den Niederlanden festgenommen worden war. Er wird verdächtigt, am Tod von Raul beteiligt gewesen zu sein. Das Gericht entschied, ihn nach Belgien zu überstellen und der Mann stimmte dem beschleunigten Übergabeverfahren zu.

"Nach einer kurzen Anhörung von etwa zehn Minuten hat die Ratskammer die Auslieferung genehmigt", sagte der Anwalt Wiekash Ramnun. "Sie wird nächste Woche vollstreckt, aber der genaue Zeitpunkt muss noch von den niederländischen und belgischen Gerichten festgelegt werden." Nach seiner Überstellung nach Belgien wird der Mann dem Untersuchungsrichter in Gent vorgeführt, der voraussichtlich einen Haftbefehl gegen ihn erlassen wird.

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Die Mutter des rumänischen Kindes erklärte, sie sei an der Tat unbeteiligt und nannte ihren ehemaligen Lebensgefährten als Verantwortlichen. Ihre elfjährige Tochter gab jedoch an, ihre Mutter sei dabei gewesen, als die Leiche des Jungen ins Wasser geworfen wurde.

Die Stadt Gent, die am Mittwochabend am Houtdok (Foto) eine stille Hommage an Raul veranstaltete, plant, dort ein dauerhaftes Gedenkzeichen für den 9-jährigen Jungen und alle Kinder, die Opfer innerfamiliärer Gewalt wurden, anzubringen.

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