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Hier, am Houtdok im alten Hafen von Gent, lebte die Familie von Raul
Inland
Justiz

Kindermord in Gent: Verdächtiger in den Niederlanden festgenommen - Junge schon monatelang verschwunden

Im Falle des 9 Jahr alten Jungen, dessen Leiche am vergangenen Donnerstag im alten Hafen von Gent entdeckt wurde, ist nach der Mutter am Samstag auch deren Ex-Partner festgenommen worden. Dieser wurde in den Niederlanden verhaftet. Offenbar ist der Junge bereits vor zweieinhalb Monaten gestorben und verschwunden. Das Kind kam aus einer rumänischen Gemeinschaft, deren Mitglieder von den Behörden unentdeckt in Belgien leben. Wohl auch deshalb dauerte es so lange, bis es gefunden wurde.

Andreas Kockartz
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Im Zuge der Ermittlungen zum Tod des 9 Jahre alten Raul wurde am Wochenende dessen Stiefvater in den Niederlanden in der Nähe von Eindhoven festgenommen. Der 34-Jährige steht im Verdacht, etwas mit dem Tod des Jungen zu tun zu haben. Ende der Woche wurde auch die Mitter des Kindes festgenommen.

(Lesen Sie bitte unter dem Video des tristen Wohn- und Tatorts weiter)

ANSEHEN

Die 11 Jahre alte Schwester des Jungen hatte die Polizei zu dem Ort am Houtdok am alten Hafen von Gent geführt, an dem ihr Bruder in eine mit Steinen beschwerte Sporttasche gestopft, ins Wasser geworfen wurde. Verschiedenen Medienberichten zufolge mussten die Mutter und die kleine Schwester dem Stiefvater dabei helfen, die Kinderleiche verschwinden zu lassen.

Dass der Junge vermisst wurde, blieb lange unentdeckt. Offenbar gehörte dessen Familie zu einer Gemeinschaft von Rumänen, die nicht in Belgien registriert war und die völlig unter dem Radar der Behörden am Rande der Gesellschaft lebte. 

Lokale Medien melden, dass das Kind möglicherweise schwer misshandelt wurde und dass es sich bei seiner Familie um einen „Problemhaushalt“ handele, in dem Gewalt an der Tagesordnung war.

Viele Informationen zu dem Fall gibt die Polizei nicht frei, da es sich hier um einen Kindermord handelt. Der verdächtige Stiefvater wird in Amsterdam vor einem Ermittlungsrichter erscheinen, der darüber entscheiden muss, ob dieser an die belgische Justiz ausgeliefert werden kann. Gegen den Mann hatte Belgien einen internationalen Haftbefehl verfügt. 

Offenbar geht der Betoffene gegen seine Auslieferung nach Belgien nicht vor. Das bedeutet, dass er in etwa einer Woche der belgischen Justiz überstellt werden könnte. 

Trauer um den kleinen Jungen

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