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Antwerpens Bürgermeister De Wever Ziel der am Montag festgenommenen Terrorverdächtigen

Der Bürgermeister von Antwerpen Bart De Wever (N-VA, flämische Nationalisten, Foto) und mehrere Polizeireviere gehörten zu den möglichen Zielen der am Montag festgenommenen radikalisierten islamistischen Terrorverdächtigen. Das meldete die Tageszeitung "Gazet Van Antwerpen" in ihrer Freitagsausgabe und der Bericht wurde von den Bundesjustizbehörden bestätigt. Die Ermittler hatten die Terrorverdächtigen, die in Antwerpen, Brüssel und Eupen (deutschsprachiges Ostbelgien) festgenommen wurden, seit einiger Zeit beschattet, da sie sich offenbar sehr schnell radikalisiert hatten.

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Am Montagabend hatte die belgische Bundespolizei 8 Personen im Alter zwischen 19 und 35 Jahren festgenommen. Sie werden verdächtigt, einen terroristischen Anschlag geplant zu haben. Einer der Festgenommenen steht seit 2020 auf der Liste potenzieller Terroristen der OCAD (Organisation zur Bewertung der terroristischen Bedrohung).

Damals wurde der junge Mann aus Eupen in eine Jugendstrafanstalt eingewiesen, nachdem er geplant hatte, Anschläge auf Polizeiwachen zu verüben. Drei weitere Verdächtige, wurden nun ebenfalls in die OCAD-Liste aufgenommen.  Am Montagabend wurden Wohnungen in Merksem, Borgerhout, Deurne (alle Antwerpen), Sint-Jans-Molenbeek (Brüssel) und Eupen (Ostbelgien) durchsucht.

In kürzester Zeit radikalisiert

Die Verdächtigen, von denen sich die meisten sehr schnell radikalisiert hatten, planten nicht nur Anschläge auf Polizeireviere, sondern möglicherweise auch einen Mordanschlag auf Bart De Wever. Die strenge Handhabung der Vorschriften zur religiösen und weltanschaulichen Neutralität durch die Stadt Antwerpen, die besagt, dass Bedienstete der Stadtverwaltung, die direkten Kontakt mit der Öffentlichkeit haben, kein Kopftuch tragen dürfen, wird von einigen Zeitungen als Grund dafür genannt, dass De Wever "zur Zielscheibe" wurde. Dies wird jedoch weder vom Bundesjustizminister noch von den Justizbehörden bestätigt.

Die Justizbehörden haben jedoch bestätigt, dass die in Antwerpen festgenommenen Verdächtigen geplant haben sollen, Bürgermeister De Wever zu töten. Der Sprecher der Bundesjustizbehörde, Eric Van der Sypt, bestätigte gegenüber VRT NWS, dass "der Name von Herrn De Wever in der Tat in der Antwerpener Ermittlung aufgetaucht ist. Es ist jedoch nicht so, dass bereits ein Datum und eine Uhrzeit für einen Anschlag feststanden".

Bundesjustizminister Vincent Van Quickenborne (Flämische Liberale) sagte gegenüber VRT NWS:  "Wir haben viel aus den Anschlägen von 2016 gelernt: Viele Informationen werden jetzt geteilt und potenzielle Verdächtige werden in den sozialen Medien genau verfolgt."

"Die aktuelle Regierung hat unsere Sicherheitsdienste gestärkt. Wir verdoppeln zum Beispiel die Zahl der Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes. Sie sind sehr aktiv bei der Überwachung der Aktivitäten von Verdächtigen im Internet. Wenn es irgendeinen Hinweis darauf gibt, dass sie gewalttätig werden könnten, wenn sie zum Beispiel Waffen gekauft haben, werden sofort Maßnahmen ergriffen", so Van Quickenborne.

Ein Sprecher von Bart De Wever erklärte gegenüber VRT NWS: "Dies ist eine Angelegenheit der Justizbehörden, die wir nicht kommentieren können".

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