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Inland
Justiz

Die belgische Polizei verhaftet 8 Personen, die im Verdacht stehen, einen Anschlag zu planen

Die belgische Bundespolizei hat am Montagabend 8 Personen verhaftet, die möglicherweise einen Terroranschlag in unserem Land vorbereiteten. Die Verhaftungen betreffen eigentlich zwei unterschiedliche Fahndungen, doch diese könnten miteinander verlinkt sein, so die Kripo. Die Verhafteten kommen aus islamistischen Kreisen. Unter den Verhafteten ist auch ein junger Mann aus dem ostbelgischen Eupen, der den Ermittlern bereits einschlägig bekannt ist. 

Andreas Kockartz
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Ein Untersuchungsrichter in Antwerpen ordnete für Montagabend 5 Hausdurchsuchungen in Merksem, Borgerhout und Deurne in der Provinz Antwerpen, im Brüsseler Stadtteil Sint-Jans-Molenbeek und in Eupen in Ostbelgien an. Hierbei wurden 5 Personen zu Verhören festgenommen. Mindestens 2 davon stehen im Verdacht, einen Terroranschlag geplant zu haben oder zu planen.

Nach Informationen von VRT NWS sollte es sich dabei um einen Anschlag mit Feuerwaffen handeln. Ein mögliches Ziel sei dabei allerdings noch nicht ausgemacht worden.

Im Zuge eines anderen Dossiers wurden gleichzeitig 3 Personen in Zaventem in Flämisch-Brabant und in den Brüsseler Stadtteilen Sint-Jans-Molenbeek und Schaarbeek bei Hausdurchsuchungen festgenommen. Auch sie stehen im Verdacht, einen terroristischen Anschlag geplant zu haben.

„Es liegen Links zwischen beiden Dossiers vor, doch weitere Untersuchungen müssen noch feststellen, in wie weit die beiden Gruppen miteinander verwoben waren,“ heißt es dazu bei der Bundesstaatsanwaltschaft.

Das OCAD, das belgische Organ für Bedrohungsanalyse belässt die Terrorwarnstufe in Belgien derweil auf 2, denn „es sieht danach aus, dass die Polizeidienste in diesem Moment alles unter Kontrolle haben. Die Situation wird weiter genau beobachtet.“ 

Was weiß man über die Täter?

Laut der Bundesstaatsanwaltschaft muss man die Verdächtigen im Kreis der radikalen Islamisten suchen. Eric Van der Sypt von der Staatsanwaltschaft spricht in diesem Zusammenhang von jungen Erwachsenen, „die in kürzester Zeit radikalisiert wurden.“ 

Auffallend dabei ist, dass ein in Eupen festgenommener junger Mann Polizei und Justiz in Ostbelgien hinlänglich bekannt ist. Dieser wurde vor zwei Jahren als Minderjähriger schon einmal festgenommen, weil er einen Anschlag auf die Polizei geplant hatte. Zudem hatte er in einer Videobotschaft der islamistischen Terrorgruppe IS seine Treue geschworen. Daraufhin wurde er eine Zeit lang in einer geschlossenen Einrichtung für Minderjährige untergebracht. 

Bundesinnenministerin Annelies Verlinden (CD&V) war voll des Lobes für die Arbeit der Bundespolizei, der Sicherheits- und Nachrichtendienste sowie der Bundesstaatsanwaltschaft: „Sie sind sehr effizient aufgetreten. Das zeigt, dass wir in Belgien aus früheren Anschlägen gelernt haben, in dem wir unsere Informationen teilen und zusammenarbeiten. So können wir dafür sorgen, das solche Anschläge vermieden werden.“  

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