Die deutschen Liberalen FDP fordern die NRW-Landesregierung dazu auf, Medikamenten-Lieferungen an Belgien zu prüfen. Dies meldete RP Online am vergangenen Wochenende Die Menschen in NRW profitierten von den guten Beziehungen zum Nachbarland Belgien, so die FDP. Belgien liefert Deutschland allgemein und NRW im Besonderen u.a. Flüssiggas über den Hafen von Zeebrügge. Aber, so RP Online, auch in NRW gebe es Engpässe bei der Versorgung mit medizinischen Produkten.
Die FDP im Düsseldorfer Landtag fordert die Landesregierung auf, dem Nachbarland Belgien bei Engpässen mit Medikamenten auszuhelfen, so RP Online. „Wenn es in unseren Beständen Medikamente gibt, die dringend in Belgien benötigt werden, sollten wir unserem Nachbarn schnell helfen“, sagte Werner Pfeil, Sprecher der FDP-Fraktion für Europa, gegenüber der Redaktion. Die Landesregierung solle zügig den Kontakt mit der belgischen Regierung suchen.
„Von guten Beziehungen mit Belgien und den Niederlanden profitieren die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen insgesamt. Daher müssen die Ziele einer umfassenden Gesundheitsvorsorge auch in die Benelux-Strategie aufgenommen werden“, sagte Pfeil.
Apotheker beklagen Lieferengpässe bei Medikamenten
In Belgien ist derzeit eine große Zahl von Arzneimitteln nicht verfügbar. Die FDP will das Thema im März im Landtagsausschuss für Europa und Internationales auf den Tisch bringen und bittet die Landesregierung um Auskünfte.
„Wir haben bereits gute Erfahrung in medizinischer Zusammenarbeit“, so Werner Pfeil. „Unser Bundesland liefert aktuell Medikamente in die Ukraine, schon in der Corona-Pandemie haben wir unser Partnerland Ghana mit medizinischer Schutzausrüstung unterstützt.“
Zugleich gebe es aber auch in NRW einen Mangel bei zahlreichen Präparaten, so RP Online weiter. So fehlten vielfach Fiebersäfte für Kinder, Antibiotika, Blutdruckmittel und Psychopharmaka. Unter anderem fahren Hersteller die Produktion von Mitteln zurück, deren Vermarktung weniger lukrativ ist.


