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Idee des Brüsseler Nachtrates: Nightclub Fuse unter Denkmalschutz stellen

Angesichts der Tatsache, dass der kultige Nachtclub Fuse aufgrund einer Klage wegen Lärmbelästigung eines Nachbarn derzeit geschlossen bleiben muss, wartet der Brüsseler Nachtrat mit einer auffallenden Idee auf. Man solle das Fuse auf die Liste des immateriellen Weltkulturerbes setzen lassen. Damit könnte eine definitive Schließung nämlich abgewendet werden.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Vor kurzem saß der Brüsseler Nachtrat zusammen, um ein weiteres Mal über eine Politik zu beraten, mit der das Nachtleben in der belgischen und europäischen Hauptstadt besser geregelt werden könnte. Eines der besprochenen Themen war die drohende definitive Schließung des bekannten und beliebten Nachtclubs Fuse.

Der Nachtrat von Brüssel besteht aus verschiedenen festen Mitgliedern und Instanzen: Aus der Brussels by Night Federation, aus dem Gastronomieverband HoReCa Federation und aus Vertretern der Stadt Brüssel, der Gemeinde Elsene und des Tourismusverbandes visit.brussels. 

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Bei der entsprechenden Beratung saßen auch Fachleute des Brüsseler Umweltamtes mit am Tisch, denn es wurde eine Arbeitsgruppe „Fuse“ ins Leben gerufen, wie die Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ dazu meldete.

Auch das Nachtleben gehört zur Brüsseler Kultur

Der Nachtrat unterstrich dabei, dass das Nachtleben ein wichtiger Teil des Brüsseler Kulturerbes und der Brüsseler Kultur im Allgemeinen sei und demnach verteidigt werden müsse. Dabei gehe es nicht nur um die elektronische Musikkultur, sondern auch um die soziale Komponente.

Der Rat schlug eine ganze Reihe von Maßnahmen vor, mit denen er mit den verschiedenen Brüsseler Verwaltungen zusammenarbeiten will. Diese haben zum Ziel, dass das Fuse nicht geschlossen werden muss und wieder geöffnet werden kann und dass andere Brüsseler Clubs in Zukunft nicht mehr auf Basis von einigen Klagen geschlossen werden müssen.

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Dazu gehören z.B. städtebauliche Vorschriften und Zulassungen speziell für Clubs und auch für andere Gastronomie-Unternehmen. Neben dem Passus „kommerzielle Aktivität“ sollte auch der Begriff „kulturelle Einrichtung“ zur Anwendung kommen. Dies impliziert auch, dass im Falle des Fuse der kulturelle Wert des Clubs unterstrichen werden soll.

Immaterielles Kulturerbe? Beispiel Berlin

Ob damit die individuelle Klage des Nachbarn des Fuse (dieser hatte das Gebäude mit Café direkt neben dem Club erworben und klagte jetzt auf Schließung des Fuse wegen Lärmbelästigung. Der Mann ging nicht auf den Vorschlag des Clubs ein, dass dieser das Gebäude kauft) für nichtig erklärt werden kann, sei dahingestellt. Doch, so der Nachtrat, „wenn der Club zum Brüsseler Patrimonium gehört, ist es möglich, auch Ausnahmen bei verschiedenen juristischen Fakten zu machen.“ Man will das Fuse in dieser Hinsicht zum Pilotprojekt machen.  

Die Idee des Brüsseler Nachtrates kommt aus Berlin. Auf Drängen des dortigen Organisation „Rave the Planet“ hat die UNESCO die Berliner Technoszene auf die Liste des immateriellen Kulturerbes gesetzt und diese damit geschützt. Dies stelle sowohl die Clubs und Bühnen, als auch deren Personal unter Schutz auch vor drohenden Schließungen.  

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