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Finanzminister Van Peteghem und Premier De Croo in der Kammer
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Eskalierung im Drogenkrieg in Antwerpen: "Die Drogenkonsumenten sollten mal in den Spiegel schauen"

Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) und Bundesfinanzminister Vincent Van Peteghem (CD&V) reagieren auf die Rekordmenge an Kokain, die letztes Jahr im Hafen von Antwerpen beschlagnahmt wurde, und auf den Tod eines kleinen Mädchens nach Schüssen auf ein Haus in Merksem, in dem eine aus der Drogenszene bekannte Familie lebt, mit scharfer Kritik gegen Drogenkonsumenten: „Ohne Nachfrage kein Angebot!“ Antwerpens Bürgermeister Bart De Wever (N-VA) ruft indessen dazu auf, doch die Armee im Kampf gegen die Drogenmaffia nach Antwerpen zu schicken.

Andreas Kockartz
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„Alle müssen begreifen, dass am Drogenkonsum Blut klebt“, so die Reaktion von Premierminister De Croo am Dienstag auf die Meldungen zum Drogenhandel und dessen Auswirkungen auf die Gesellschaft. „Ohne Nachfrage kein Angebot. Die Drogenkonsumenten sollten mal in den Spiegel schauen“, meinte Finanzminister Van Peteghem dazu. 

110 Tonnen Kokain und tonnenweise Haschisch, Marihuana und Heroin wurden laut dem belgischen Zoll im vergangenen Jahr alleine im Antwerpener Hafen beschlagnahmt. Das ist die größte Menge an Kokain, die je in Belgien entdeckt werden konnte. Premier De Croo zeigte sich am Dienstag erfreut über den Erfolg von Zoll, Finanzamt und Polizei im Kampf gegen den internationalen Drogenschmuggel.

Doch er hofft auch, dass die Nachfrage für Drogen abnimmt: „Wir sehen, dass Jahr für Jahr mehr auffliegt, weil es mehr Kontrolle gibt. Wir leisten viel, um das Angebot an Drogen zurückzudrängen. Doch wenn es keine Nachfrage gibt, dann braucht man auch kein Angebot. Ich glaube, jeder muss begreifen, dass am Drogenkonsum Blut klebt, auch wenn das in den Augen einiger wohl eher unschuldig zu sein scheint.“ 

Gleichlautend reagierte Bundesfinanzminister Van Peteghem, der in seinem Amt Aufsichtsminister auch für den belgischen Zoll ist: „Die Drogenkonsumenten sollten echt mal in den Spiegel schauen. Wir können vielleicht lediglich einen Bruchteil von dem Aufhalten, was hereinkommt. Drogenkonsumenten müssen begreifen, dass sie unsere Sicherheit bedrohen und sogar in Gefahr bringen.“

Hier ergänzte Premier De Croo noch, dass die gesellschaftlichen Auswirkungen des Drogenhandels sehr oft bei Menschen liegen, die eigentlich nichts damit zu tun haben: „Wie das kleine Mädchen. Wir müssen es alle verstehen. Drogenkonsum führt zu hohen Kosten für die Gesellschaft. Das können wir nicht akzeptieren.“ 

Antwerpens Bürgermeister Bart De Wever (N-VA) will, dass jetzt so schnell wie möglich der nationale Sicherheitsrat zusammenkommt, um über das Thema Drogenkrieg zu beraten. Und gegenüber dem Antwerpener Regional-Sender ATV riet er am Dienstagabend dazu, doch die Armee zur Unterstützung der Polizeiarbeit gegen die Drogenmaffia in den Hafen zu schicken. 

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