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Inland
Justiz

Drogenkrieg in Antwerpen: 11-Jähige stirbt nach dem Beschuss eines Hauses

In Merksem bei Antwerpen ist am frühen Montagabend ein Haus beschossen worden. Dabei wurde ein 11 Jahre altes Mädchen schwer verletzt, das nur kurze Zeit später verstarb. Antwerpens Bürgermeister Bart De Wever (N-VA) glaubt, dass es sich hier einmal mehr um eine Abrechnung im Drogenmilieu gehandelt haben soll. Die Familie, die in dem Haus in Merksem wohnt, ist einschlägig bekannt und das Gebäude wurde bereits mehrmals beschädigt. Inzwischen ermittelt die Polizei wegen Mordes und Mordversuchs. 

Andreas Kockartz
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Einige der Schüsse, die auf das Haus in der Nieuwdreef in Merksem abgegeben wurden, schlugen durch das Garagentor des Gebäudes. Dahinter wurde das 11 Jahre alte Kind getroffen. Diese Garage diente nämlich nicht als Abstellplatz für ein Auto, sondern als Wohnraum. Zum Zeitpunkt der Tat hielten sich mehrere Personen in diesem improvisierten Wohnraum auf.

Willem Migom von der Antwerpener Polizei sagte zu dem Vorfall gegenüber VRT NWS: „Als Folge des Beschusses ist ein 11 Jahre altes Kind schwer verletzt worden. Leider ist das Kind später im Krankenhaus an den Folgen der Verletzungen gestorben. Eine Autopsie soll jetzt feststellen, ob das Mädchen direkt von einer Kugel getroffen wurde.“

In dieser Wohngarage hielten sich zwei weitere Minderjährige auf, die ebenfalls verletzt wurden, wenn auch nur leicht. Die Spurensicherung, Ballistiker und andere Ermittler sicherten den Tatort und suchten nach Spuren. Währenddessen wurde die Familie von der Opferhilfe betreut. 

Inzwischen ermittelt die Polizei in diesem Fall wegen Mordes und wegen dreifachem Mordversuch. In der beschossenen Wohnung hinter dem Garagentor hielten sich ein Erwachsener und drei Kinder auf. 

"Das war abzusehen"

Antwerpens Bürgermeister Bart De Wever (N-VA) reagierte am Montagabend in der VRT-Magazinsendung „Terzake“ („Zur Sache“) auf den Vorfall und wies dabei direkt in Richtung der Drogenszene: „Die betroffene Familie ist bekannt, es gab hier schon mehrere Vorfälle. Es sieht so aus, dass dies schon wieder eine Abrechnung im Drogenmilieu ist. Hier läuft ein Drogenkrieg. Kriminelle greifen die Häuser von anderen Kriminellen an. Das machen wir jetzt schon seit Monaten mit. Was ich schon lange befürchtet habe, ist jetzt passiert. Es gab ein unschuldiges Opfer, ein Kind.“

„Das ist schrecklich, das war abzusehen“, so De Wever weiter: „Das kann nur ein Ansporn sein, um gemeinsam die Anstrengungen mit Justizminister Vincent Van Quickenborne (Open VLD) und Innenministerin Annelies Verlinden (CD&V) zu verschärfen, die international und national notwendig sind, um der Drogenmaffia Herr zu werden.“ 

Das durchschossene Garagentor

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