Der 41 Jahre alte frühere NOG-Mitarbeiter Olivier Vandecasteele (Foto) soll im Iran schwerer bestraft werden, als bis jetzt. Ihm wird dort Spionage und das Schädigen der Sicherheitsinteressen des Landes vorgeworfen. Zunächst hieß es, dass er zu 28 Jahren Haft verurteilt worden sei. Doch jetzt stehen 40 Jahre Haft, 74 Peitschenhiebe und 1 Million Dollar Bußgeld im Raum.
Iran erhöht die Strafe für Vandecasteele: 40 Jahre Haft, 74 Peitschenhiebe und ein hohes Bußgeld
Verschiedene Medien, darunter die Nachrichtenagentur Reuters, melden, dass es im Iran heißt, dass ein Mann mit belgischer Nationalität zu 40 Jahren Haft und zu 74 Peitschenhieben verurteilt worden sei.
Da Vandecasteele der einzige Belgier in einer iranischen Zelle ist, kann es sich nur um ihn handeln. Doch über die Höhe der Strafe gehen die Meldungen der internationalen Medien auseinander.
Laut der iranischen Webseite Mizan News soll ein Richter ihn nur zu 12,5 Jahren Haft verurteilt haben.
Noch andere iranische Medien schreiben folgendes: Vandecasteele sei wegen Kollaboration mit feindlichen Regierungen zu 12,5 Jahren Haft verurteilt sein, weiter zu 12,5 Jahren wegen Spionage, zu 12,5 Jahren wegen Geldwäsche und zu 2,5 Jahren wegen Geldschmuggel verurteilt worden.
Hinzu kommen auch laut diesen Medien ein Bußgeld in Höhe von 1 Million Dollar und 74 Peitschenhiebe.
Nichts von alledem sei gegenüber der belgischen Bundesregierung von iranischer Seite her bestätigt oder überhaupt mitgeteilt worden, so Bundesaußenministerin Hadja Lahbib (MR): „Wir haben den iranischen Botschafter einbestellt. Belgien verurteilt diese willkürliche Einsperrung und setzt alles in Bewegung, um diesen Haftumständen ein Ende zu bereiten und um diese zu verbessern.“


