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Vor der Metro Maalbeek am 22. März 2016
Inland
Justiz

Brüsseler Terrorprozess: Erste Phase der Zeugenaussagen abgeschlossen

Beim Prozess zu den Anschlägen auf Brüssel vom 22. März 2016 in Zaventem und Maalbeek ist am Dienstag die erste Phase der Zeugenaussagen abgeschlossen worden. In den vergangenen Tagen berichteten Hilfskräfte und Polizisten von den Einsätzen an den Tatorten.

Andreas Kockartz
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Dabei wurden auch recht grauenhafte Szenen beschrieben, denen sich Ersthelfer, Notärzte, Feuerwehrleute und Polizisten damals in der Abflughalle des Nationalflughafens in Zaventem und in der Metrostation Maalbeek im Zentrum von Brüssel ausgesetzt sahen. Dort hatten sich jeweils islamistische Terroristen selbst in die Luft gejagt.

Tanguy D.d.W., damals diensthabender Offizier der Brüsseler Feuerwehr, sagte eindrücklich: „Was ich am Flughafen gesehen habe, ist unbeschreiblich und schrecklich.“ 

Er sagte aus, dass er gleich zu Anfang alle möglichen Krankenwagen zum Airport gerufen habe: „Es war unmöglich, so schnell zu bilanzieren, weil es so viele Opfer dort gab.“ Der Feuerwehrkommandant sagte auch, dass dieser Einsatz für seine Leute viele Emotionen ausgelöst habe: „Keiner kam ungeschoren davon.“

Auch er konnte bezeugen, dass die Kommunikation am Flughafen nicht einfach war: „Es gab viele Notrufe von vielen Rettungshelfern. Das sorgte für Verzögerungen und für ein überlastetes Netz.“ 

Am Dienstag sagten auch Mitglieder der Disaster Victim Identification-Einheit aus, die sich mit der Identifizierung von bei den Anschlägen getöteten oder schwer verletzten Opfern befassen mussten.

Eine Beamtin der Bahnpolizei, die als eine der ersten in der Metrostation Maalbeek angekommen war, sagte am Dienstag im Zeugenstand, dass sie dieser Tag und die Ereignisse damals für ihr Leben gezeichnet hätten: „Ich habe das Bild einer Frau vor Augen, der ich nicht helfen konnte. Sie ist da gestorben. Alleine.“ 

Jetzt sind die Ermittler an der Reihe

Jetzt läuft die zweite Phase an, bei der Ermittler der Kriminalpolizei und andere Polizisten über die ersten Untersuchungen in den Folgetagen nach den Anschlägen berichten werden. Schon jetzt hat der Brüsseler Terrorprozess Verspätung, weil sich tagelange Diskussionen nur mit Problemen befassten, die die Angeklagten bei ihrer Überbringung vom Gefängnis in Haren zum Gerichtssaal in Evere haben. 

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