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Belgien wird Vollmitglied der europäischen Nuklearallianz

Belgien ist jetzt vollwertiges Mitglied der  europäischen Nuklearallianz (Nuclear Alliance). Dies teilte Bundesenergieminister Mathieu Bihet (MR, frankophone Liberale) am Donnerstag am Rande eines EU-Ratstreffens der Energieminister in Luxemburg mit. Die Nuklearallianz wurde im Februar 2023 auf Initiative Frankreichs gegründet. Sie vereint europäische Länder, die die Kernenergie - neben erneuerbaren Energien - als tragende Säule der Energiewende fördern wollen. Belgien, das zunächst als Beobachter fungierte, wurde im Februar 2025 Vollmitglied des Bündnisses.

Andreas Kockartz Belga
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„Belgien hat sich dazu entschlossen, die Kernenergie wieder in den Mittelpunkt seiner Energiepolitik zu stellen“, erklärte Bihet: „Wir verfolgen auf europäischer Ebene dasselbe Ziel: Die Kernenergie muss in vollem Umfang für ihren Beitrag zur Versorgungssicherheit, zur Dekarbonisierung und zur Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie anerkannt werden.“

Der Allianz gehören inzwischen 15 der 27 EU-Mitgliedstaaten an. Neben Belgien sind dies Bulgarien, Kroatien, Estland, Finnland, Frankreich, Ungarn, Italien, Polen, die Niederlande, Tschechien, Rumänien, die Slowakei, Slowenien und Schweden. Griechenland und Lettland nehmen als Beobachter teil.

Die Plattform setzt sich für eine Europäische Union ein, die neben erneuerbaren Energien auch die Kernenergie voll integriert - insbesondere im politischen Rahmen für die Zeit nach 2030, den die EU-Kommission in den kommenden Monaten vorlegen will. Zudem betont das Bündnis die Bedeutung der Versorgungssicherheit mit medizinischen Radioisotopen.

Belgien steigt wieder in die Kernenergie ein

Mehr als zwanzig Jahre nach dem Beschluss zum Atomausstieg hat sich die Regierung von Premierminister Bart De Wever (N-VA, flämische Nationaldemokraten) einmal mehr unmissverständlich für die Kernenergie entschieden.

Derzeit verhandelt sie mit dem Energiekonzern Engie über den Erwerb der Kernkraftwerke. Wie die belgischen Wirtschaftsblätter De Tijd und L’Echo am Dienstag berichteten, wäre die Regierung im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen bereit, auf eine Zwangsverstaatlichung zurückzugreifen.

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