Alle Mitglieder der Fanfare „Vermaak na Arbeid“ (etwa „Unterhaltung nach Feierabend“) aus Rijkevorsel im Norden der Provinz Antwerpen haben wieder ein Instrument. Vor einem Monat gingen viele Instrumente verloren, als der Bus der Fanfare auf der Rückfahrt von einem Festival in Deutschland in Brand geriet. Doch inzwischen hat die Fanfare zahlreiche Instrumente von Unterstützern erhalten. Zusätzlich läuft eine Spendenkampagne für den Kauf neuer Instrumente.
Fanfare aus Rijkevorsel erhält Instrumente von Unterstützern nach einem Busbrand: „Herzerwärmende Solidarität“
Die Fanfare befand sich auf der Rückreise von einem Musikfestival in Deutschland, als ihr Bus am 21. September in den Niederlanden plötzlich Feuer fing. Niemand wurde verletzt, aber viele Instrumente wurden beschädigt.
„Wir haben fast 20 Instrumente verloren: 1 Kornett, 3 Flügelhörner, 3 Baritone, Posaunen und verschiedene Saxophone. Das ist ein großer Verlust für einen Verein wie unserem, in dem fast alle Instrumente im Besitz der Gruppe sind“, erzählte der Vorsitzende der Fanfare, Jonas Geens, gegenüber VRT NWS.
Welle der Solidarität: „Herzerwärmend“
Geens schöpft Kraft aus der Welle der Solidarität von Vereinen im In- und Ausland sowie von Privatpersonen, die ihnen Instrumente gespendet haben: „Dank dieser Welle können wir so schnell wieder gemeinsam musizieren.“
Solche Instrumente kosten schnell mehrere Tausend Euro: „Wir haben zwar etwas auf dem Konto, aber das übersteigt immer noch unser Budget. Die Welle der Solidarität, die wir jetzt erleben, ist wirklich herzerwärmend.“
Crowdfunding für neue Instrumente
Es ist weiterhin geplant, alle verbrannten Instrumente durch neue zu ersetzen. Zu diesem Zweck wurde eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. „Wir müssen noch genau prüfen, wie wir das handhaben. Zum Beispiel, ob wir eine Sammelbestellung organisieren können, um den Preis etwas zu senken. Wir wollen auf keinen Fall einen Fehlkauf tätigen“, so Geens.
Ob die Fanfare nächstes Jahr trotzdem wieder zum Festival nach Deutschland fahren wird? Diese Frage kam tatsächlich schon aus Deutschland, aber Geens meint, es sei noch zu früh, dazu etwas zu sagen: „Wir werden das in ein paar Monaten noch einmal prüfen, wenn sich die Gemüter beruhigt haben. Und dann sehen wir weiter.“

