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60 Musiker entkommen brennendem Bus auf der Autobahn – Flämische Fanfare verliert ihre Instrumente

Die Fanfare „Vermaak na Arbeid“ aus Rijkevorsel in den Kempen im Norden der Provinz Antwerpen verlor beim Brand ihres Bus rund 30 Instrumente. Die Kapelle befand sich mit etwa 60 Musikern auf der Rückreise vom Europäische Blasmusikfestival in Bad Schlema bei Aue im sächsischen Erzgebirge, als ihr Bus auf der Autobahn bei Venlo in den Niederlanden Feuer fing. Alle konnten sich rechtzeitig retten. 

An Verstuyft Andreas Kockartz Belga
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„An einem solchen Wochenende lernt man seine Gruppe erst richtig kennen. Wir werden die Fanfare wieder aufbauen“, sagt der Vorsitzende der Fanfare, Jonas Geens, voller Optimismus gegenüber VRT NWS: „Wir hatten ein wunderbares Wochenende. Wir haben sozusagen alles auf den Kopf gestellt.“

Auf der Rückreise aus Sachsen endete dieses tolle Wochenende am Sonntagabend gegen 22 Uhr 30 bei Venlo in den Niederlanden mit einem unschönen Zwischenfall. Der Bus, der die Kapelle „Vermaak na Arbeid“ (etwa „Unterhaltung nach Feierabend“) nach Hause bringen sollte, fing Feuer.

Der Fahrer hielt den Bus rasch an und alle konnten rechtzeitig aussteigen, so der Vorsitzende der Fanfare: „Zum Glück haben wir einen freiwilligen Feuerwehrmann in der Band. Er weiß, wie man in so einer Situation reagiert. Alle haben aufmerksam zugehört, sind nicht in Panik geraten und haben den Bus so schnell wie möglich verlassen.“

Trotzdem war es ein angespanntes Warten, ob alle es geschafft hatten. Etwa 60 Personen waren an Bord - Musikerinnen und Musiker im Alter von 12 bis über 70 Jahren. „Der Bus war ein Doppeldecker, was eine Evakuierung nicht gerade einfacher macht, aber ich glaube, innerhalb einer Minute waren alle draußen. Und nach fünf Minuten stand der Bus in Flammen.“

Alle Insassen wurden schnell in Sicherheit und später in ein Hotel gebracht

„Es war ein sehr emotionaler Abend, denn alle waren sehr mitgenommen. Die Feuerwehr von Venlo hat uns hervorragend unterstützt. Wir konnten uns im Hotel aufwärmen, da es bereits nach Mitternacht war. Wir konnten auch die Toilette benutzen, einen Kaffee trinken und auf einen anderen Bus warten, der uns schließlich nach Hause brachte.“

Das gesamte Gepäck der Mitglieder ist verloren gegangen und viele Instrumente wurden ebenfalls zerstört. Einige Gegenstände, die sich nicht im Gepäckraum unten, sondern in einem separaten Koffer hinten im Bus befanden, konnten gerettet werden: „Wir trauten unseren Augen nicht, als die Feuerwehr mit diesen Koffern ankam. Doch als eine Musikerin prüfen wollte, ob ihr Instrument noch in Ordnung war, musste sie es sofort wieder abstellen, weil es noch viel zu heiß war. Das hat natürlich Folgen. Wir müssen nun sehen, ob die Instrumente repariert werden können oder nicht.“

Zehntausende Euro Schaden

Die Fanfare probt normalerweise dienstagsabends: „Wir werden uns auf jeden Fall treffen, um die Versicherungsangelegenheiten zu regeln und unsere Geschichte denjenigen zu erzählen, die zu Hause geblieben sind. Opferhilfe wird ebenfalls für alle Betroffenen angeboten.“

Es ist noch unklar, wann sie wieder proben können, so der Vereinsvorsitzende: „Zuerst müssen wir genau feststellen, was verloren gegangen ist. Danach können wir uns an befreundete Blaskapellen wenden, die vielleicht noch Instrumente übrig haben, oder nach gebrauchten Instrumenten suchen. Wir hoffen, die Kosten per Crowdfunding decken zu können. Es geht um Zehntausende Euro.“

Geens bleibt jedoch optimistisch: „Wir werden alles daransetzen, die Menschen so schnell wie möglich wieder zusammenzubringen und gemeinsam Musik zu machen.“

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