Die Abtei Sint-Sixtus in Westvleteren (Westflandern), wo auch das weltbekannte gleichnamige Bier gebraut wird, hat einen neuen Abt: Bruder Guido Van Belle (Foto). Sein Vorgänger, Bruder Manu Van Hecke, hatte im September mit 75 Jahren seinen Rücktritt angeboten. Dies ist im Trappistenorden üblich. In den darauffolgenden Wochen wählten die Brüder der Abtei seinen Nachfolger.
Ehemaliger Abt aus Zundert in den Niederlanden wird neuer Abt der Abtei Westvleteren
Guido Van Belle wurde 1959 im Pajottenland, in einem Dorf am Rande von Brüssel, geboren. Nach einer Ausbildung zum Grafiker studierte er Sozialarbeit an der Sozialhochschule in Brüssel. Vor über 20 Jahren trat er in die Trappistenabtei Zundert in den Niederlanden ein. Dort absolvierte er eine Ausbildung zum Psychotherapeuten und war schließlich auch zeitweise Abt in Zundert.
Von Zundert nach Westvleteren
Im vergangenen Jahr wurde die Abtei in Zundert in den Niederlanden aufgelöst, woraufhin Bruder Guido nach Westvleteren kam. Das war an sich vielleicht keine Überraschung, denn von Zundert aus war er Pater Immediatus der Abtei Saint-Sixtus. Dies ist eine besondere Position im Trappistenorden, die eine enge Verbindung zu einer anderen Abtei und die Übernahme zahlreicher Aufgaben dort mit sich bringt.
Achter Abt der Abtei
Zum Zeitpunkt seiner Wahl war Bruder Guido Bibliothekar in Westvleteren.
Guido Van Belle ist der achte Abt der Sint-Sixtus-Abtei von Westvleteren. Er ist in erster Linie der geistliche Vater der Klostergemeinschaft und trägt die Verantwortung für das gesamte Abteileben: Gebet, Gemeinschaftsleben, Ausbildung, Arbeit und Verwaltung.
Die geschäftlichen Interessen und das Tagesgeschäft der Brauerei bleiben in den Händen von Geschäftsführer Alain Monteyne.

