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Binnenschiff auf dem Albert-Kanal in Flandern
Inland
Wirtschaft

Hafenkooperation zwischen Flandern, NRW und den Niederlanden: Wo drückt der Schuh?

Die am Montag verabredete engere Zusammenarbeit zwischen See- und Binnenhäfen im belgischen Bundesland Flandern, Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden will gemeinsame grenzüberschreitende und internationale Herausforderungen anpacken. Davon gibt es viele, so der Transport-Volkswirt Thierry Vanelslander von der Uni Antwerpen. Die Themenpalette ist breit gefächert.

Andreas Kockartz
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“Es ist gut, dass die europäischen Häfen mehr zusammenarbeiten werden, um mit den wirtschaftlichen Großmächten USA und China konkurrieren zu können. Sie arbeiten besser zusammen, als gegeneinander“, so Transport-Ökonom Thierry Vanelslander von der Universität Antwerpen (UAntwerpen).

„Man sieht, dass die Häfen immer mehr vor gemeinsamen Herausforderungen stehen, durch die weltweiten geopolitischen Entwicklungen“, so Vanelslander, der auch die Problematik des Drogenschmuggels über die Seehäfen von Antwerpen und Rotterdam erwähnt. 

Doch diese Kooperation soll auch einen besseren Anschluss der Seehäfen an das Hinterland, was auch zu besseren Transportverbindungen im Inland führen soll: „Dabei müssen wir vor allem nach Deutschland schauen, daher auch die Zusammenarbeit und gemeinsame Beratungen mit den deutschen Binnenhäfen.“ Vanelslander spricht dabei u.a. die überlasteten Autobahnen und die Bahninfrastruktur an.

Die Binnenschifffahrt habe dabei aber ihre eigenen Probleme: „Das haben wir in diesem Sommer mit der Trockenheit gesehen. Also auch der Klimawandel ist eine gemeinsame Herausforderung.“

Chemiesektor unter Druck

 In einigen der betroffenen Häfen spielt die Chemieindustrie eine wichtige Rolle. Das ist in Antwerpen und in Rotterdam ebenso der Fall, wie in den Binnenhäfen von NRW. Die Gründe für eine engere Zusammenarbeit liegen auf der Hand, so der Volkswirt: „Durch die Konkurrenz aus China und die viel niedrigeren Energiekosten in Amerika wird der Druck auf unseren Chemiesektor immer größer.“ 

Chemiezug im Hafen von Antwerpen

Und Europa?

Flandern, die Niederlande und Nordrhein-Westfalen legen ihre Abkommen jetzt auch auf EU-Ebene auf den Tisch. Die drei Länder und Regionen fordern die EU-Kommission dazu auf, ihren sogenannten „ARRRA-Cluster“ (Antwerpen-Rotterdam-Rhein-Ruhrgebiet) als strategischen europäischen Hafen- und Industriecluster anzuerkennen.

Dazu gehöre auch die Entwicklung einer beschleunigten europäischen Hafenstrategie, so das gemeinsame Papier des neuen Hafenverbundes.

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