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Belgiens Energieminister Mathieu Bihet
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Politik

Belgiens Energieminister nimmt Stellung zum Zustand der beiden angeblich unwiderruflich „zerstörten“ Atommeiler

Bundesenergieminister Mathieu Bihet (Foto, MR, frankophone Liberale) glaubt nicht, dass zwei der sieben belgischen Atomreaktoren nicht mehr dauerhaft betrieben werden können. Dies erklärte er im Energieausschuss des Parlaments. Anfang des Monats kamen Berichte auf, wonach die Reaktoren Doel 3 und Tihange 2 angeblich beschädigt worden seien, nachdem Kraftwerksbetreiber Engie 2024 und 2025 „zerstörende“ Materialproben aus den Reaktordruckbehältern entnommen hatte. Laut Minister Bihet ist dies jedoch nicht bestätigt und die technische Untersuchung dauert noch an.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Bundesenergieminister Mathieu Bihet glaubt nicht, dass zwei der sieben Atomreaktoren in Belgien nicht mehr dauerhaft eingesetzt werden können. Dies erklärte der frankophone Liberale im Energieausschuss des belgischen Bundesparlaments.

Bihet erklärte, ihm seien diesbezüglich keine endgültigen Schlussfolgerungen bekannt  und die entsprechende technische Untersuchung dauere noch an. Die Bundesregierung verhandelt derzeit mit Engie, dem Betreiber der Atomreaktoren, über den Kauf aller Reaktoren.

Mehrere Parteien innerhalb der Bundesregierung, insbesondere die Partei des Ministers, die MR, wollen sich wieder voll und ganz für Kernenergie einsetzen. Es bleibt jedoch die Frage, ob alle Reaktoren tatsächlich wieder in Betrieb genommen werden können und wenn ja, zu welchen Kosten.

Kann ein Reaktordruckbehälter ausgetauscht werden?

Laut Minister Bihet ist ein Austausch des Reaktordruckbehälters vorerst weiterhin eine Möglichkeit. Mehrere Abgeordnete wiesen allerdings im Ausschuss darauf hin, dass ein solcher Eingriff weltweit noch nie durchgeführt wurde.

Bihet räumte ein, dass dies besonders komplex wäre, wollte aber keine endgültigen Schlüsse ziehen: „Nur weil etwas noch nie zuvor geschehen ist, heißt das nicht automatisch, dass es unmöglich ist.“ Seiner Ansicht nach müssen die laufenden technischen Studien klären, welche Optionen realisierbar sind und welche Risiken damit verbunden sind. 

Von den ehemals sieben Reaktoren sind derzeit nur noch Doel 4 und Tihange 3 ans Stromnetz angeschlossen. Ihre Laufzeit wurde bereits um 10 Jahre bis 2035 verlängert. Während der Ausschussdebatte forderten die Oppositionsparteien mehr Transparenz hinsichtlich der Verhandlungen mit Engie über den möglichen Ankauf der AKW durch den Staat, der Stilllegungskosten und der Ergebnisse der laufenden Studien.

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