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Ein Wasserwerfer der belgischen Polizei wurde von einem Landwirt mit Tankanhänger mit Wasser versorgt

Vennbrand: Belgien will die Landwirte, die bei den Löscharbeiten geholfen haben, vergüten

Belgiens Innenminister Bernard Quintin (MR, frankophone Liberale) hat angekündigt, dass der Staat die Kosten, die bei den die Löscharbeiten unterstützenden Landwirten angefallen sind, zu vergüten. Das betrifft z.B. Kraftstoff, Verpflegung und Zeitaufwand. Nach vorläufigen Schätzungen der Lütticher Provinzbehörden werden dafür in erster Instanz 1,6 Mio. € veranschlagt. Die Gemeinde Baelen in der Provinz Lüttich, auf deren Gebiet der Vennbrand entstanden ist, hat derweil Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Inzwischen hat die Provinz Lüttich die provinziale Notfallphase aufgehoben. 

Andreas Kockartz
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Die Entschädigungen, die der belgische Staat für die Landwirte, die bei den Löscharbeiten gegen den Brand im Hohen Venn vorsieht, betreffen nicht nur Landsleute, sondern auch deren Kollegen aus dem benachbarten Ausland, also aus Deutschland. Zahlreiche Landwirte haben mit ihren schweren Traktoren vor allem Löschwasser in ihren Tankwagen herangeschafft, um die Feuerwehren damit zu unterstützen. Zeitweise sorgten die Bauern auch selbst für Löscharbeiten, in dem sie Torfgebiete entlang von Wegen durch das Venn befeuchtet hatten.

Im Zuge seiner Angaben, die Innenminister Quintin im zuständigen Ausschuss in der Ersten Kammer im belgischen Bundesparlament machte, ging es auch um eine Verstärkung des Zivilschutzes. In den vergangenen Jahren ist der Zivilschutz in Belgien verkleinert worden, was bei der Weserflut im Sommer 2021 spürbar deutlich wurde und was auch beim Brand im Hohen Venn zu spüren war.

Internationale Zusammenarbeit

Nach Ansicht des Ministers sollen die beiden übriggebliebenen Standorte des Zivilschutzes – Brasschaat in der Provinz Antwerpen und Crisnée in der Provinz Lüttich – im Hinblick auf die Mannschaftsstärke und deren Ausrüstung analysiert werden. In wie fern der Zivilschutz aufgewertet werden kann, ist allerdings angesichts der klammen Haushaltslage in Belgien nicht abzuschätzen.

Quintin will in diesem Zusammenhang die internationale Zusammenarbeit bei Waldbränden unter die Lupe nehmen und auch die Luftunterstützung bei solchen Katastrophen soll auf internationaler Ebene verstärkt werden, z.B. grenzüberschreitend oder auch über die Hilfsmechanismen der Europäischen Union.

Zivilklage der Gemeinde Baelen

Der Gemeinderat von Baelen zwischen Eupen und Verviers in der Provinz Lüttich hat sich in Zusammenhang mit dem Vennbrand, der auf dem Gebiet der Kommune am 14. August ausgebrochen war, zu einer Zivilklage gegen Unbekannt entschlossen.

Ziel dieser Klage ist, Zugang zu den juristischen Dossiers der Ermittlungen zur Brandursache zu bekommen. Über diesen juristischen Weg sollen auch Schadensersatzforderungen möglich werden und die Finanzierung zum Schutz der eigenen Bevölkerung, hieß es dazu im Rathaus von Baelen.  

Angesichts der positiven Entwicklung der Lage und des Abschlusses der wichtigsten Analysen im Hohen Venn hat Hervé Jamar, der Gouverneur der Provinz Lüttich, die provinziale Notfallphase aufgehoben. 

Die Landwirte waren mit ihren Tankwagen für die Wasserversorgung unerlässlich

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