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Universität Löwen bei der Eröffnung des neuen akademischen Jahres einmal mehr von der Palästina-Problematik eingeholt

An diesem Mittwoch wurde das akademische Jahr an der Katholischen Universität Löwen (KU Leuven) offiziell eröffnet. Am Morgen zog die traditionelle Prozession der Professoren von der Universitätshalle zur St.-Peterskirche in der Universitätsstadt in der Provinz Flämisch-Brabant. Doch wie schon in den Vorjahren gab es auch diesmal Proteste während der Prozession. 

Andreas Kockartz
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Mehrere Dutzend Aktivisten fordern, dass die Universität aufgrund der anhaltenden Gewalt Israels gegen die Palästinenser die Beziehungen zu israelischen Institutionen abbricht.

Bei der offiziellen Eröffnung des akademischen Jahres bekräftigte KUL-Rektorin Séverine Vermeire, dass die 13 Stipendiaten aus Gaza unbedingt nach Belgien einreisen können müssen. Die belgische Bundesregierung blockiert deren Einreise jedoch, da sie einen Dominoeffekt befürchtet: Die Studierenden könnten in Belgien Asyl beantragen und ihre Familien im Rahmen der Familienzusammenführung nachholen.

Vermeire sagte in ihrer Ansprache, dass „die Studenten Geisel und Opfer von politischen Spielchen seien. Es gibt nur eine richtige Entscheidung: Die 13 Studierenden müssen nach Belgien kommen dürfen.“ Drei der Betroffenen sollten eigentlich in diesen Tagen ihre Studien an der KUL aufnehmen.

Die belgischen Uni-Rektoren bemühen sich seit Monaten, das Thema bei der Bundesregierung anzusprechen. Laut Vermeire haben sie mehrere Briefe an die Verantwortlichen geschickt: „Wir haben Briefe an Migrationsministerin Van Bossuyt, Außenminister Prévot und den Premierminister geschrieben. Wir üben weiter Druck aus und tun dies gemeinsam in der Hoffnung, dass die Regierung noch eine positive Entscheidung trifft.“

KUL-Rektorin Séverine Vermeire ist sauer

Die Rektorin betonte gegenüber VRT NWS, dass es hier nicht um Menschen geht, die illegal nach Belgien einreisen wollen: „Es handelt sich um Studierende, die ein Recht auf Weiterbildung haben. Sie möchten hier Wissen und Fachkenntnisse erwerben, um später in ihr Heimatland zurückzukehren und so beim Wiederaufbau zu helfen.“

Vermeire weist darauf hin, dass andere europäische Länder bereits palästinensische Studierende aus Gaza aufgenommen haben. Ihren Angaben zufolge konnten in den letzten Tagen rund 170 Studierende unter anderem in Frankreich, Italien, den Niederlanden und Spanien einen Studienplatz finden: „Warum können diese 13 Studierenden dann nicht an einer belgischen Universität studieren?“

„Wir hoffen weiter“, schließt Vermeire: „Wir stehen mit diesen Studierenden in Kontakt, und ich sage ihnen auch, dass sie die Hoffnung nicht aufgeben dürfen. Und wir müssen das auch weiterhin tun.“

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