Seit Sonntagabend um 22 Uhr haben die Gefängniswärter in den belgischen Haftanstalten ihre Arbeit niedergelegt. Der Streik soll bis Freitagabend, um 22 Uhr andauern. Die Aktion der Gewerkschaften des Gefängnispersonals betrifft alle Haftanstalten des Landes.
Grund für den Streik in den belgischen Haftanstalten ist einmal mehr die anhaltende Überbelegung der Zellen und der weiterhin akute Personalmangel. Doch auch veraltete Infrastruktur in den älteren Gefängnissen bleibt ein Problem, ebenso wie die daraus resultierende Unsicherheit bei Teilen des Personals.
Noch immer müssen hunderte Häftlinge auf Matratzen auf den Böden ihrer Zellen schlafen, was die Überbelegung weiter verschärft.
Gespräche zwischen den Gewerkschaften des Gefängnispersonals, der Verwaltung des belgischen Strafvollzugs und dem Kabinett von Bundesjustizministerin Annelies Verlinden (CD&V, flämische Christdemokraten) im Laufe der vergangenen Woche führten nicht zu konkreten Ergebnissen.
Nach Ablauf der Gespräche teilten die Gewerkschaften mit, dass sie ihre Streikankündigung umsetzen würden, was mit dem Beginn der Aktion am Sonntagabend Fakt ist.

