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Zollkontrolle am Lütticher Regional- und Cargo-Flughafen in Bierset

Was brachte die EU-Abgabe auf Billigpakete Belgien bisher ein?

Die 3-Euro-Steuer auf Pakete aus Nicht-EU-Ländern hat der Europäischen Union in den ersten zwei Monaten alleine in Belgien nach ihrer Einführung 225 Mio. € eingebracht. Dies gab der belgische Zoll am Flughafen Bierset bei Lüttich, einem wichtigen Umschlagplatz für Pakete aus China, im Beisein von Bundesfinanzminister Jan Jambon (N-VA, flämische Nationaldemokraten) bekannt. Ein Viertel dieser Gebühren geht an die belgischen Behörden, der Rest an die Europäische Union. Die Steuer wurde eingeführt, um den starken Zustrom billiger Pakete in die EU einzudämmen.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Betroffen sind Pakete mit einem Wert von unter 150 €, für die die 3-Euro-Paketsteuer gilt.

Im Juli kamen zwar weniger als halb so viele kleine Pakete ins Land wie im Juli des vergangenen Jahres. Gleichzeitig hat sich die Anzahl größerer Pakete allerdings verdoppelt. Dies deutet darauf hin, dass sich die E-Commerce-Unternehmen und Online-Shops angepasst haben und jetzt mehr Artikel in größeren Sendungen bündeln.

ANSEHEN

Ob nun mehr oder weniger chinesische Produkte ins Land gelangen, lässt sich daher noch nicht sagen. Durch die geringere Anzahl kleiner und die höhere Anzahl großer Pakete ist die Kontrolle für den belgischen Zoll etwas einfacher geworden.

Man denke dabei auch an das leichtere Entdecken von gefälschte Markenprodukten oder  von Billigprodukten, z.B. Spielzeug, die in der EU als unsicher bzw. als gefährlich für die Nutzer eingestuft werden. Allerdings sind solche Kontrollen aufgrund des großen Angebots ohnehin begrenzt.

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